Gesundheitspersonal im Streik

San José. Tausende von Angestellten des öffentlichen Gesundheitswesens in Costa Rica befinden sich seit vergangenem Dienstag in einem unbefristeten Streik. Hintergrund ist ein Streit zwischen Gewerkschaften und costaricanischen Krankenkasse um einen Lohnzusatz und Leistungskürzungen im öffentlichen Gesundheitssystem.

Von dem Streik waren in den ersten Tagen große Teile des öffentlichen Gesundheitssystems betroffen. In einem Krankenhaus in der nördlichen Stadt Liberia erschienen 85 Prozent der Angestellten nicht zur Arbeit. In der Stadt Guápiles, in der Karibikprovinz Limón, blieben 16 von 18 Basisgesundheitszentren geschlossen. Dem Streik schlossen sich auch Angestellte öffentlicher Apotheken und Angehörige medizinischer Nebendienste, wie Putzpersonal und Sicherheitsleute an. Die Gewerkschaften sprachen von einer Streikbeteiligung von 80 Prozent, die Krankenkasse gibt an, lediglich 9 Prozent des Gesundheitspersonals hätten die Arbeit niedergelegt.

Die Gewerkschaften fordern, dass Entschädigungszahlungen im Falle von Krankheit zur Berechnung von 13. Monatslohn, Schul- und Arbeitslosengeldern hinzugezogen werden. Die Kasse weigert sich dies zu tun und bewertet das Thema als "nicht verhandelbar".

Unterstützen Sie amerika21 mit einer Spende via Flattr