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Öffentliches Begräbnis für Salvador Allende in Chile am 4. September

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Symbol des Unrechts: Zerstörte Brille Allendes
Symbol des Unrechts: Zerstörte Brille Allendes

Santiago de Chile. Nach der erneuten Exhumierung der Überreste des ehemaligen chilenischen Präsidenten Salvador Allende hat die Familie des sozialistischen Politikers eine öffentliche Begräbniszeremonie am 4. September angekündigt. An diesem Tag jährt sich der Wahlsieg Allendes, der ihn 1970 als ersten marxistischen Präsidenten ins Amt brachte. Die Familie des während eines Putsches am 11. September 1973 getöteten Staatschefs gab die Entscheidung bekannt, nachdem der zuständige Untersuchungsrichter Mario Carroza den Abschlussbericht der Untersuchungskommission entgegengenommen und die inzwischen dritte Untersuchung der Reste Allendes beendet hat.

Die Tochter des ehemaligen Staatschefs, die sozialdemokratische Senatorin Isabel Allende, erinnerte zudem daran, dass zudem am 4. September 1990 die Überreste ihres Vaters vom Friedhof in Viña del Mar, wo er von den Militärs der Pinochet-Diktatur (1973-1990) anonym vergraben worden war, in die Hauptstadt Santiago umgebettet wurden. Nach der Rückkehr zur Demokratie war dieses Großereignis zugleich die erste offizielle Beerdigung Allendes.

Mit dem zweiten öffentlichen Begräbnis wolle die Familie "den Kreis an diesem Datum schließen" erklärt Isabel Allende.

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