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Peru: Humala kündigt neue Sozialpolitik an, Zuspruch steigt

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Ollanta Humala
Ollanta Humala

Pisco, Peru. Der neue peruanische Präsident Ollanta Humala hat in seiner ersten Ansprache seit Übernahme des höchsten Staatsamtes vor gut zwei Wochen in der Stadt Pisco eine neue Sozialpolitik in dem bislang neoliberal regierten Andenstaat angekündigt. Er sehe seine Aufgabe drin, "Projekte mit sozialer Stoßrichtung" voranzutreiben. Auch werde die Politik seiner Regierung von "weniger Worten und mehr Taten" geprägt sein, fügte der linksgerichtete Politiker in der Stadt Pisco an, die 2007 von einem verheerenden Erdbeben in weiten Teilen zerstört wurde. Das mangelhafte Krisenmanagement des abgewählten Neoliberalen Alán García hatte seither immer wieder für Kritik gesorgt.

Die neue Regierung ist zumindest nach ihrem Start deutlich beliebter als die Führung des US-orientierten Vorgängerregimes. Nach Angaben der spanischen Nachrichtenagentur EFE sprechen sich 62 Prozent der Peruanerinnen und Peruaner für Humala aus, 71 Prozent hatten einen positiven Eindruck seiner ersten Rede. Nur 19 Prozent der Bevölkerung seien mit dem neuen Staatschef nicht einverstanden, so EFE.

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