Argentinien / Politik

Argentiniens Präsidentin Cristina Fernández an Krebs erkrankt

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Christina Fernandez im Casa Rosada, 2011.
Christina Fernandez im Casa Rosada, 2011.

Buenos Aires. Bei der argentinischen Präsidentin Christina Fernández wurde bei einer Routineuntersuchung Schilddrüsenkrebs diagnostiziert.
Wie Regierungssprecher Alfredo Scoccimarro am Dienstag bekanntgab, soll es sich dabei um ein gut behandelbares papillären Karzinom am rechten Schilddrüsenlappen handeln. Das Geschwür habe bislang keine Metastasen entwickelt. Scoccimarro kündigte außerdem an, Kirchner werde bereits am 4. Januar chirurgisch behandelt und würde danach eine 20-tägige Ruhepause einlegen. Wie in der Verfassung vorgesehen, wird Vizepräsident Amado Boudou in dieser Zeit die Regierungsgeschäfte übernehmen.
Der Krebsspezialist Julio Moreno aus Buenos Aires sieht die Heilungschancen "bei 90 bis 98 Prozent".

Damit ist Kirchner bereits die dritte Staatschefin Lateinamerikas bei der in jüngster Zeit Krebs diagnostiziert wurde. So wurde bei Venezuelas Präsident Hugo Chávez bereits im Juli ein bösartiger Krebstumor diagnostiziert, bei Paraguays Präsident Fernando Lugo wurde im vergangenen Jahr Lymphdrüsenkrebs festgestellt. Beide brachten bereits erfolgreich eine Chemotherapie hinter sich und gelten heute als geheilt.

Auch der ehemalige Präsident Brasiliens, Luiz Inácio "Lula" da Silva, begann im November diesen Jahres eine Krebstherapie, nachdem bei ihm kürzlich Kehlkopfkrebs diagnostiziert wurde.

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