Venezuela / Politik

Regierung: Chávez hat Operation gut überstanden

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Soll Optimismus verbreiten: Hugo Chávez nach seiner Operation in Havanna
Soll Optimismus verbreiten: Bild von Hugo Chávez nach seiner Operation in Havanna

Caracas/Havanna. Der venezolanische Präsident Hugo Chávez hat eine erneute Operation im Zusammenhang mit seinem Krebsleiden gut überstanden. Dies erklärten einhellig verschiedene venezolanische Minister gegenüber Medien und der Präsident selbst über den Kurznachrichtendienst Twitter. Chávez war in der kubanischen Hauptstadt Havanna wegen einer "Verletzung" operiert worden, die sich an derselben Stelle befunden hat, wie ein bösartiger Krebstumor, der ihm im Juni entfernt wurde.

Bereits am Dienstag verlas der Vizepräsident des südamerikanischen Landes, Elías Jaua, während seines jährlichen Rechenschaftsberichts vor der Nationalversammlung ein Comuniqué des Präsidialamts zum Gesundheitszustand des Staatsoberhaupts. Die Operation habe zu einem "erfolgreichen Ergebnis" geführt und Chávez befinde sich "in guter Kondition", heißt es in dem Text. Auch Finanzminister Jorge Giordani und Energieminister Rafael Ramírez bestätigten die Genesung des Präsidenten. Chávez selbst äußerte sich über sein Twitter-Konto und schrieb, dass er "emporfliege wie ein Kondor". Am Freitag veröffentlichte der venezolanische Informationsminister Andrés Izarra Fotos von einem Treffen von Chávez und dem ehemaligen kubanischen Präsidenten Fidel Castro.

Im Juni 2011 war Chávez zwei Mal wegen eines Krebstumors operiert worden. Danach unterzog er sich insgesamt vier Chemotherapiezyklen. Im September erklärte er, den Krebs "besiegt" zu haben. Trotz der erneuten Operation hat der Präsident die Geschäfte nicht seinem Stellvertreter übertragen. Stattdessen regiert er wie im Sommer 2011 von seinem Krankenbett in Kuba aus. Das venezolanische Parlament hatte ihm erlaubt, sich längere Zeit im Ausland aufzuhalten.

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