Guatemala / Militär

Proteste gegen Militarisierung in Guatemala

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Proteste gegen Militärbasis in San Juan
Proteste gegen Militärbasis in San Juan

San Juan Sacatepéquez. In Guatemala formiert sich Widerstand gegen die von Präsident Otto Pérez Molina vorrangetriebene Remilitarisierung des Landes. Pérez Molina hatte Mitte April angekündigt in Petén, im Norden des Landes, und in San Juan Sacatepéquez zwei Militärstützpunkte zu errichten. Laut offiziellen Quellen soll die erhöhte Militärpräsenz in Petén den Kampf gegen den Drogenhandel unterstützen. Die Organisation Comité de Unidad Campesina (CUC) sieht jedoch in erster Linie die Kontrolle des Widerstandes sozialer Bewegungen gegen ein geplantes Zementwerk als entscheidend für die Standortwahl.

Die zwölf im Widerstand gegen das Zementwerk von Cementos Progreso vereinten Gemeinden und das CUC haben deshalb erneut gegen die Pläne der Regierung protestiert. Sie werfen Pérez Molina vor, mit dem vorliegenden Beschluss gegen die Versprechen zu verstoßen, die er den Vertretern von Indigenen und Landarbeiterbewegungen am 27. März bei der Ankunft eines mehrwöchigen Protestmarsches in der Hauptstadt gegeben hat.

Die Bevölkerung von San Juan Sacatepéquez hat sich in der vergangenen Woche mit mehreren Demonstrationen und Protestaktionen gegen die Pläne der Regierung gewehrt und 500 Gemeindevertreter forderten vom Bürgermeister von San Juan, sich öffentlich gegen die Errichtung des Militärstützpunkt auszusprechen.

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