Kuba / Slowakei / Politik

Slowaken und Kubaner heben gute Partnerschaft hervor

Bratislava. Vertreter der Slowakei und Kubas haben ihre Beziehungen bei einem Treffen in Bratislava als außergewöhnlich gut bezeichnet. Dies erklärte, der Vorsitzende des außenpolitischen Komitees des slowakischen Parlaments, František Šebej, bei dem Treffen mit der kubanischen Botschafterin Sánchez Lorenzo.

Šebej, der der oppositionellen liberalen ungarisch-slowakischen Verständigungspartei Most–Híd angehört, kündigte zudem die Einrichtung einer zwischenparlamentarischen Freundschaftsgruppe zwischen Kuba und dem mitteleuropäischen Donauanreinerstaat an. 

Die Slowakei steht mit ihrer Kuba-Politik im scharfen Gegensatz zur tschechischen Brudernation, mit der sie bis 1993 in einem gemeinsamen Staat verbunden war. Prag gilt als "Hardliner" in der EU in der Kuba-Frage. Bereits vor fünf Jahren hatte die US-Botschaft in Prag die tschechische Außenpolitik als letzte "Ausharrer" in der Embargo-Politik gegenüber der Karibikinsel identifiziert.

Seit April dieses Jahres führt der Sozialdemokrat Robert Fico zum zweiten Mal die slowakische Regierung. Bereits im Vorfeld der Wahlen hatte die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vor slowakischen Anleihen gewarnt, da der Vorsitzende der slowakischen Sozialdemokratie in seiner ersten Amtszeit "enge Beziehungen zu Kuba" pflegte. Die Welt bezeichnete Fico als "Linkspopulist". Die US-Botschaft in Bratislava hatte in internen Depeschen die erste Regierung Ficos als "Worst-Case-Szenario" beschrieben, unter anderem weil diese keine weitere Unterstützung für die "kubanische Demokratie" mehr leisten würde.

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