Keine Verhandlungen über bolivianischen Gaspreis

La Paz. Die bolivianische Regierung hat Medienberichten widersprochen, nach denen bei der Zusammenkunft des Präsidenten Evo Morales mit seiner argentinischen Amtskollegin, Cristina Fernández, über den Gaspreis verhandelt werde. Bei der Zusammenkunft der beiden Staatoberhäupter am Mittwoch dieser Woche in Cochabamba werde jedoch die Exploration weiterer Rohstoffe in Bolivien Thema sein, so der Minister für Kohlenwasserstoffe und Energie, Juan José Sosa. "Es wird vor allem um die Ausbeutung von Kohlenwasserstoffen und den möglichen Verkauf von Flüssiggas an Argentinien gehen", so Sosa.

Verschiedene Medien hatten berichtet, dass das Ziel des Treffens zwischen Morales und Kirchner nicht nur die Verbesserung der bilateralen Beziehungen, sondern auch eine Neuverhandlung des Gaspreises sei. In der argentinischen Zeitung "El Tribuno" wurde dazu der argentinische Botschafter in Bolivien, Ariel Basteiro, zitiert: "Ein zentraler Grund für die Reise ist die Festlegung eines neuen Verkaufspreises von bolivianischen Gas an Argentinien."

Bolivien exportiert seit 2007 jährlich rund 7,7 Millionen Kubikmeter Gas nach Argentinien. Der Preis wird alle drei Monate auf der Grundlage internationaler Vergleiche neu ausgehandelt.

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