Chile / Menschenrechte

Mehrere Mapuche beginnen Hungerstreik

Santiago de Chile. Vier Mapuche-Frauen der Organisation Territoriale Allianz der Mapuche (Alianza Territorial Mapuche) haben am vergangenen Freitag einen Hungerstreik in der UNICEF-Zentrale von Chile begonnen. Die Aktivistinnen halten die UNO-Einrichtung in der chilenischen Hauptstadt Santiago de Chile seit über einem Monat besetzt.

Die Werkén (Sprecherin) der indigenen Organisation, Mewlen Huenchü, fordert die Vereinten Nationen auf, ihre Rolle wahrzunehmen und damit die Rechte des Mapuche-Volkes zu fördern, zu schützen und zu verteidigen.

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Die Sprecherin kritisiert den chilenischen Staat, der ihre Forderungen und ihre Bewegung kriminalisiere und Gewalt gegen Mapuche-Kinder, gegen Frauen und alte Menschen in den Gemeinden ausübe. Die Frauen reagieren mit ihrem Hungerstreik auch auf die Verurteilung des Werkén Mijael Carbone Queipul.

Ebenfalls in den Hungerstreik getreten sind am Montag fünf inhaftierte Mapuche der Gemeinde Wente Winkul Mapu aus der Kommune Ercilla der südlichen Provinz Malleco. Sie befinden sich derzeit im Gefängnis der dortigen Provinzhauptstadt Angol. Unter ihnen sind die wegen versuchten Mordes an Militärpolizisten verurteilten Mapuche Daniel Levinao Montoya und Paulino Levipán Collán. Sie fordern zum einen eine Strafmilderung und zum anderen die Aufhebung des Urteils.

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