Chile / Menschenrechte

Keine Konsequenzen für Ermordung von jungem Mapuche

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Militärpolizist Walter Ramírez Inostroza
Militärpolizist Walter Ramírez Inostroza

Chile. Der chilenische Militärpolizist Walter Ramírez Inostroza, welcher 2008 den jungen Mapuche Matías Catrileo erschoss, muss nicht aus dem Polizeidienst entlassen werden. Dies teilte der chilenische Rechnungshof am Mittwoch mit.

Ramírez wurde vor dem Obersten Gerichtshof schuldig gesprochen, während einer Landbesetzung der Indigenen im Januar 2008 den Studenten auf dem Gut des Großgrundbesitzers Jorge Luchsinger in der südchilenischen Kommune Vilcún durch einen Schuss in den Rücken getötet zu haben. Er wurde zu drei Jahren und einen Tag auf Bewährung verurteilt, behielt seinen militärischen Rang und forderte, weiterhin im Dienst der Carabineros zu bleiben.

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Der chilenische Rechnungshof bestätigte die Forderung mit der Begründung, dass der Polizist aufgrund der Bewährungsstrafe nicht als Verurteilter gelte und daher den Dienst nicht quittieren müsse.

Die Familienangehörigen des getöteten 22-jährigen Mapuche reagierten enttäuscht: "Es gibt keine Gerechtigkeit. Carabineros erschießen mit Billigung des Staates die Mapuche ohne Konsequenzen fürchten zu müssen", sagte die Schwester des Getöteten, Catalina Catrileo.

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