DruckversionEinem Freund senden
02.08.2007 Argentinien / Venezuela

Venezuela und Argentinien vertiefen die industrielle Integration

Eigenständiger Technologie-Transfer soll über Handelsabkommen hinaus gehen

Venezolanische und argentinische Delegationen kamen in der vergangenen Woche zusammen, um neue Gemeinschaftsprojekte zwischen den beiden Ländern zu diskutieren. Mit dem Ziel, eine eigenständige industrielle Entwicklung und Technologietransfer in Gang zu setzen, unterhielten sich Vertreter des argentinischen Nationalen Technologie-Instituts INTA mit Präsident Hugo Chávez über den Bau neuer Fabriken in Venezuela zur Produktion einer Auswahl von Industriegütern.

Es wurde über insgesamt 56 industrielle Entwicklungsprojekte gesprochen, erklärte der Präsident des INTA, Enrique Martinez. Diese Projekte sollen die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Nationen stärken und zur Entwicklung der venezolanischen Industrie beitragen. 12 der neuen Unternehmen werden Möbel und Haushaltsgeräte für den venezolanischen Markt produzieren.

"Die Fabriken werden unter anderem Kapitalgüter, Lebensmittel und Fahrzeugteile herstellen", sagte Martinez. Das Hauptziel der Kooperationsprojekte sei es, "eigenständigen Technologie-Transfer" aufzubauen und damit über einfache Handelsabkommen hinaus zu gehen. Martinez betonte, dass die Kooperation zwischen den Ländern des Südens der wahre Weg zur nationalen Entwicklung sei. Er erinnerte daran, dass sowohl Venezuela als auch Argentinien sich in den Klauen eines "wilden Neoliberalismus" befunden hätten, der das Elend noch vergrößert habe. "Heute besitzen unsere Länder mit den Präsidenten Kirchner und Chávez eine sehr klare Führung. Sie haben eine wiederbelebte Bevölkerung mit einem sehr klaren Entwicklungsprojekt und der Vision von einer Zukunft, die in Südamerika liegt"

Quelle: venezuelanalysis.com

Unterstützen Sie amerika21 mit einer Spende via Flattr