Amerikas

Energiekrise überwinden

Nicaragua: Ortega regt Verstaatlichung der Erdöleinfuhren an

Buenos Aires. Angesichts der Weigerung des US-amerikanischen Esso-Konzerns, das aus Venezuela stammende Rohöl in Nicaragua zu lagern und aufzubereiten, teilte Präsident Daniel Ortega mit, dass seine Regierung einen Gesetzesentwurf zur Verstaatlichung der Erdöleinfuhren vorbereite. "Ich habe den Minister für Energie und Bergbau Emilio Rapacciolli angewiesen, schnell einen Vorschlag zur Verstaatlichung der Erdöleinfuhren vorzubereiten. Das Energieproblem und die Erdölversorgung sind Themen der nationalen Sicherheit und wir sind an einem Punkt angelangt, an dem es gilt, Entscheidungen zu treffen", erklärte der Staatschef. "Auf diese Weise werden wir davon profitieren, dass hundert Prozent des Erdöls aus Venezuela kommen und dass die Raffinerie Esso das Rohöl aufbereitet", fügte er hinzu.

Mit der Maßnahme will die nicaraguanische Regierung die Energiekrise angehen, unter der das Land leidet und die als Problem der nationalen Sicherheit definiert wurde. Ortega betonte besonders, dass der nicaraguanische Staat nur über Kapazitäten für die Lagerung von zwei Millionen Barrel Öl verfüge. Man suche deshalb nach einer Übereinkunft mit dem Esso-Konzern, dem die einzige Ölraffinerie im Land gehört. Das Staatsoberhaupt merkte an, dass die Führungsriege des Unternehmens sich zur Zeit "wie wahre Söldner und Spekulanten" verhielten.

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