Venezuela

Radiosendung zu Venezuela

HR-Radiomagazin "Der Tag" bilanzierte das Verfassungsreferendum in Venezuela

Frankfurt am Main/ Caracas. Nach dem Scheitern des Verfassungsreferendums in Venezuela wird Bilanz gezogen - auch in den deutschen Medien. Der Hessische Rundfunk 2-Kultur befasste sich am Montagabend in dem Radiomagazin "Der Tag" mit der Lage in Venezuela. Neben Claudia Zilla von der deutschen regierungsnahen "Stiftung für Wissenschaft und Politik", Kurt Peter Schütt von der SPD-nahen Friedrich-Ebert.Stiftung und dem Chávez-kritischen Politologen Hans-Jürgen Puhle wurde dafür auch Amerika21-Redakteur Harald Neuber befragt.

Im Interview ging es vor allem um die Hintergründe der Oppositionsbewegung. "Auch bei der oppositionellen Studentenbewegung ist die soziale Herkunft der Aktivisten ausschlaggebend", sagte Neuber. Er begegnete damit dem Argument des ARD-Lateinamerika-Korrespondenten Michael Castritius, der die regierungskritischen Studenten in Venezuela als "neue Generation" politischer Aktivisten fernab der beiden großen politischen Lager bezeichnet hatte. Auch ging es in dem Gespräch um die Rolle der privaten Medien in Venezuela und die Konflikte im chavistischen Lager.

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Die Radiojournalistin Gabi Weber berichtet in der Sendung über die Zusammenarbeit zwischen dem venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez und dem Bürgermeister von London, Ken Livingstone. Claudia Zilla wird zu ihrer Sicht auf die Lage nach dem Referendum befragt, ebenso der Politologie-Professor Puhl, der vor allem Wert darauf legt, dass Chávez für ihn ein "grauenhafter" Politiker ist und der Lateinamerika lange nicht mehr für den "Hinterhof" der USA hält. Keine Gefahr also aus Washington? Es war nicht die einzige fragwürdige These in der Sendung.

Moderator Peter Zudeick reichert die Sendung mit Zitaten und Beobachtungen aus dem legendären Lateinamerika-Werk des uruguayischen Autors Eduardo Galeano an. Den Link zu der Sendung finden Sie hier.

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