Suche nach Verschwundenen in Peru durch Kürzungen gefährdet

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Exhumierung der drei Opfer in Ayacucho
Exhumierung der drei Opfer in Ayacucho

Ayacucho/Lima. Die fehlenden Ressourcen der Dirección General de Búsqueda de Personas Desaparecidas (Generaldirektion für die Suche nach vermissten Personen, DGBPD) erschweren humanitäre Ermittlungen. Diese zielen darauf ab, Personen zu finden, die von 1980 bis 2000 in Peru verschwunden sind. In jenen Jahren bekämpften Guerillaorganisationen wie der Sendero Luminoso (Leuchtender Pfad) den Staat. Auch die Regierung wird ihrerseits für zahlreiche Menschenrechtsverletzungen verantwortlich gemacht. 

Die Situation wurde bei Ermittlungsmaßnahmen der in Gemeinde Uchuraccay im Distrikt Huanta deutlich, bei denen die Staatsanwaltschaft die Überreste von drei seit Dezember 1983 verschwundenen Bauern barg. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft konnte die DGBPD aufgrund von Haushaltsbeschränkungen nicht an den Maßnahmen teilnehmen. 

Die DGBPD gehört zum Ministerium für Justiz und Menschenrechte und ist für die humanitäre Suche zuständig und verfügt über ein Regionalbüro in Ayacucho. Der Nationale Suchplan legt fest, dass dieser Prozess darauf abzielt, das Schicksal oder den Verbleib der verschwundenen Personen zu ermitteln, und sieht die Bergung, Identifizierung, Rückgabe und würdige Bestattung menschlicher Überreste vor. Das Institut hat einen auf die Familien ausgerichteten reparativen Ansatz. Ferner stellt die DGBPD personelle und materielle Ressourcen für die Identifizierung von Knochenresten bereit und nimmt mit spezialisiertem Personal an einigen staatsanwaltschaftlichen Ermittlungsmaßnahmen zur Suche und Identifizierung verschwundener Personen teil. Daher kritisieren Beobachter, dass gerade diese Institution nicht über genügend Mittel verfügt, um ihre Arbeit flächendeckend durchzuführen. 

Unter der neuen Regierung von Keiko Fujimori befürchten Beobachter eine weitere Senkung. Nach Angaben der peruanischen Regierung stieg das dem Ministerium für Justiz und Menschenrechte von 2019 bis 2025 zugewiesene Budget schrittweise an und erreichte im Jahr 2025 853 Millionen  peruanische Soles (etwa 221 Millionen Euro); schon in diesem Jahr, noch unter Minister Walter Martínez Laura von der Vorgängerregierung, sank das Budget um 16,4 Prozent auf 713 Millionen Soles (185 Millionen Euro).

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Für das kommende Jahr 2027 schlug die künftige Regierung unter Keiko Fujimori ein Budget für das Ministerium in Höhe von 771 Millionen Soles (200 Millionen Euro) vor, was eine leichte Erhöhung bedeuten würde. Allerdings wird das Budget noch diskutiert und wird erst Ende des Jahres bekannt gegeben. Zudem bleiben die Familien der Opfer staatlicher Verbrechen in Peru weiterhin skeptisch, da sie "nichts Gutes" von der neuen Regierung erwarten und einige von ihnen die künftige Präsidentin nicht einmal anerkennen, weil "sie Teil der mörderischen Regierung ihres Vaters war".

Geborgen wurden in Uchuraccay die Überreste von Daniel Chocco Ayala, Simón Figueroa Cunto und Ignacio Figueroa Gavilán. Den Ermittlungen zufolge sollen die drei am 24. Dezember 1983 in der damaligen Schule der Gemeinde von Mitgliedern der maoistischen Guerilla Leuchtender Pfad hingerichtet worden sein. Die Überreste werden forensischen Untersuchungen unterzogen, um ihre Identität vollständig festzustellen, und anschließend ihren Angehörigen für eine würdige Bestattung entsprechend ihren Bräuchen übergeben.

Das Departamento Ayacucho in den peruanischen Anden weist einen bedeutenden Anteil der verschwundenen Personen im Land auf. Ein offizieller Bericht des RENADE, die mit der Suche nach Verschwundenen beauftragt ist, verzeichnete 10.562 Einträge in Ayacucho, das entspricht 47,4 Prozent der gesamten dokumentierten Fälle. 

Auch die Comisión de la Verdad y Reconciliación (Kommission für Wahrheit und Versöhnung, CVR) schätzt ein, dass in Ayacucho die meisten Opfer während des internen bewaffneten Konflikts zu beklagen sind.