Venezuela will Nuklear-Programm

Caracas will wie Argentinien und Brasilien Atomkraft für Stromerzeugung nutzen

Caracas/Paris. "Venezuela wird wie seine Nachbarn Brasilien und Argentinien ein Programm zur friedlichen Nutzung der Nuklear-Energie auflegen". Das sagte der venezolanische Präsident Hugo Chávez am Donnerstag im französischen Sender France-24. Der Staatschef will in Kürze zu einer Reise aufbrechen, die ihn in den Iran, nach Saudi-Arabien und nach Frankreich führen wird.

Beobachter vermuten, dass Chávez seinen iranischen Amtskollegen Mahmud Ahmadineschad vermutlich um die Zusammenarbeit auf diesem Gebiet bitten wird, wie die spanische Nachrichtenagentur Efe am Freitag aus dem Fernsehinterview zitiert.

Nach Chávez' Auffassung ist die Kernenergie eine Möglichkeit, der weltweiten Energiekrise entgegenzuwirken, auch vor dem Hintergrund, dass die Rohöl- und Gasreserven eines Tages aufgebraucht sein werden. Ein weiteres Argument für die Nutzung von Atomkraft zur Energiegewinnung sei die geringe Belastung des globalen Klimas durch diese Energiequelle, sagte der venezolanische Präsident weiter.

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Chávez nimmt am 17. und 18. November an der Konferenz der Staatschefs der erdölexportierenden Länder Opec im saudi-arabischen Riad teil. Im Anschluss daran reist Chávez weiter nach Teheran und Paris.

In der französischen Hauptstadt trifft der venezolanische Präsident mit Präsident Nicolas Sarkozy zusammen, um unter anderem über mögliche Lösungen zum Gefangenenaustausch der kolumbianischen Rebellengruppe Farc ("Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia") und kolumbianischen Politikern, Unternehmern und Bürgern zu sprechen. Unter ihnen auch die seit Jahren entführte französisch-kolumbianische Ex-Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt.


Die Originalmeldung von Argentinien Aktuell finden Sie hier.

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