Venezuela / Kuba / Mexiko / Politik

Krise mit Mexiko überwunden

Venezuela und Kuba: Beziehungen zu Regierung Calderón wieder normal

diplo-krise.jpg

Krise mit Mexiko überwunden
Venezuelas neuer Botschafter Chaderton (links) im Gespräch mit Präsident Calderón

Caracas/ Havanna/ Mexiko-Stadt. Kuba und Venezuela haben ihre Krise mit Mexiko für überwunden erklärt. Fast zwei Jahre nach dem De-facto-Abbruch der diplomatischen Beziehungen haben beide Staaten Ende vergangener Woche neue Botschafter in das nordamerikanische Land entsandt. Dessen Präsident Felipe Calderón nahm die Akkreditierungsgesuche der Diplomaten im Nationalpalast entgegen.

Die Beziehungen zwischen Mexiko auf der einen und Venezuela sowie Kuba auf der anderen Seite waren Ende 2005 mit dem Abzug der jeweiligen Botschafter auf ein Minimum reduziert worden. Ursache war vordergründig ein heftiger verbaler Schlagabtausch zwischen dem damaligen mexikanischen Präsidenten und ehemaligen Coca-Cola-Manager Vicente Fox mit seinem venezolanischen Amtskollegen Hugo Chávez.

Hintergrund der Krise aber war die neue Außenpolitik der mexikanischen Regierung. Mit dem Amtsantritt von Fox wurde im Jahr 2000 die 71 Jahre währende Regentschaft der "Partei der Institutionellen Revolution" beendet. Diese Gruppierung hatte trotz einer tendenziell rechten Politik stets gute Beziehungen zum sozialistischen Kuba unterhalten. Nach der Regierungsübernahme durch die klerikalkonservative "Partei der Nationalen Aktion" (PAN) von Fox verschlechterte sich die Beziehung zu Kuba rapide - und damit auch zu Venezuela als engstem Alliierten Havannas in der Region.

Nach der erneuten Entsendung von Botschaftern aus Venezuela und Kuba nach Mexiko zeigten sich nun alle Seiten zufrieden. Mit dem neuen mexikanischen Staatschef Calderón habe es - obgleich auch er zur PAN gehört - deutliche Fortschritte gegeben, sagte der venezolanische Botschafter Roy Chaderton, der ehemaliger Außenminister Venezuelas im Kabinett von Chávez. Auch der neue kubanische Botschafter Manuel Francisco Aguilera äußerte sich zuversichtlich: Im Buch der Beziehungen beider Staaten werde eine neue Seite aufgeschlagen.

Unterstützen Sie amerika21 mit einer Spende via Flattr