Amerikas

CIA kontrolliert Ecuadors Geheimdienste

Präsident Correa will Anbindung an CIA lösen

Quito. "Die Dienste sind total infiltriert und der CIA unterstellt." So beschreibt Ecuadors Präsident Rafael Correa Anfang April 2008 den Zustand seiner "Intelligence Community". "Ich werde das nicht tolerieren", fuhr der linksgerichtete Staatschefs fort und kündigte einem hochrangigen Geheimdienstmitarbeiter. "Ich war der letzte, der davon erfuhr", sagte er über die Tatsache, daß sein Geheimdienst den toten Franklin Aisalla mit der linken kolumbianischen Guerilla-Organisation der FARC in Verbindung brachte. Correa will seine Geheimdienst-Gemeinde grundlegend reformieren.

Den Anlaß für diese eindeutige Stellungnahme bot der Tod eines ecuadorianischen Staatsangehörigen durch kolumbianische Streitkräfte Anfang März. Deren Attacke ereignete sich auf ecuadroanischem Staatsgebiet und galt einem Lager der marxistisch-leninistischen Guerilla der "Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens" (FARC).

Bei ihrem Angriff auf die linke Guerilla bekamen die kolumbianischen Streitkräfte Untertsützung aus den USA. Washington stellte Geheimdienst-Informationen und Bomben zur Verfügung. Das ergaben Untersuchungen der ecuadorianischen Regierung am Ort des Angriffs und kolumbianische Medienberichte. Die Militäraktion verursachte eine schwersten politischen Krisen zwischen Ecuador, Venezuela und Kolumbien, die immer noch die Beziehungen zwischen Bogotá und Quito belastet.

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