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06.02.2008 International

Neue U-Boote für Venezuela

Marine wird mit russischer Hilfe modernisiert. Vertragsunterzeichnung in Kürze

Moskau. Russland und Venezuela stehen im abschließenden Stadium der Verhandlungen über die Lieferung von drei U-Booten für die venezolanische Marine, schreibt die russische Zeitung Wedomosti am Dienstag. Die U-Boote würden mit den modernen Seezielraketen "Club" ausgerüstet werden. Neben diesen drei U-Booten aus dem "Projekt 636" sieht der Vertrag die Lieferung eines weiteren U-Bootes aus "Projekt 877" aus dem Bestand der russischen Marine, sowie den Bau der U-Boot-Stützpunkte vor. Gegenwärtig besitzt Venezuela zwei 30 Jahre alte, aus Deutschland stammende U-Boote.

Ursprünglich wollten die Venezolaner die neuesten U-Boote des Projektes "Amur" kaufen, doch die russische Seite überredete sie zum Erwerb von U-Booten einer älteren Generation. Die Russen beriefen sich darauf, dass einige Systeme der "Amur" noch nicht erprobt worden seien. Nach Meinung von Dmitri Wassiljew, Experte des Zentrums für Analyse von Strategien und Technologien in Moskau, ist Russland darauf eingegangen, auf die nun gelieferten U-Boote mächtige Stoßwaffen wie "Club"-Raketen zu montieren, um den zeitweiligen Ausfall der Lieferung der modernen "Amur"-Boote zu kompensieren. Deren Lieferung werde erst nach Erprobung aller Systeme des Prototyps "Sankt Petersburg", der für die russische Marine gebaut wird, möglich sein.

Die wichtigsten Posten des Vertrags in Höhe von 1,4 Milliarden Dollar wurden bereits im vorigen Dezember vereinbart - im April könnte er unterzeichnet werden. Möglicherweise werde das während des bevorstehenden Russland-Besuchs von Venezuelas Präsident Hugo Chávez geschehen, sagte ein Mitarbeiter aus dem Kreml. Falls der Vertrag im April zustande komme, könne seine Realisierung noch vor Ende dieses Jahres beginnen, fügte er hinzu.


Die Originalmeldung von RIA Novosti ist hier zu finden.

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