Venezuela / El Salvador

Gewalt im salvadorianischen Wahlkampf

Rechte ermorden zwei Sympathisanten der FMLN. Venezolanische Oppositionsorganisation unterstützt rechte Parteien in El Salvador.

Caracas/San Salvador. Am Sonntag wählt El Salvador einen neuen Präsidenten. Die Umfragen lassen einen Sieg der linken Frente Farabundo Martí de Liberación Nacional (FMLN) als möglich erscheinen. Damit würde sich nach Nicaragua und Honduras der Linksruck in Mittelamerika fortsetzen. Dem möchten die Rechten in der Region sowie deren Verbündete in den USA und Europa entgegenwirken. Letztere favorisieren die noch regierende Alianza Republicana Nacionalista (ARENA).

Die Regierungspartei wird für den jüngsten Mordanschlag gegen zwei Angehörige der FMLN verantwortlich gemacht. Die Täter erschossen die beiden jungen Männer mit großkalibrigen Waffen, als diese auf ihren Fahrrädern mit ihren Parteifahnen durch den Ort Nejapa fuhren.

Schützenhilfe bekommt die ARENA auch aus Venezuela. Die rechtslastige Organisation Súmate von María Corina Machado in El Salvador tätig. In Workshops vermittelt sie ihren Verbündeten das nötige Know How, um der FMLN die Wähler abspenstig zu machen. Súmate wurde nachweislich von den USA gesponsort, damit sie in Venezuela Präsident Hugo Chávez stürzt. Sie erhält auch Unterstützung von der deutschen Konrad-Adenauer-Stiftung, die der Christlich Demokratischen Union (CDU) von Bundeskanzlerin Angela Merkel nahe steht.

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