In Bolivien werden im Oktober 2019 Präsidentschaftswahlen stattfinden. Evo Morales kandidiert erneut für dieses Amt. Seit dem Beginn der Regierung Morales im Januar 2006 durchläuft Bolivien einen tiefgreifenden Wandel. Die Verfassung aus dem Jahr 2009 erklärt Bolivien zu einem plurinationalen Staat, ergänzt die politisch-bürgerlichen Menschenrechte um weitreichende sozio-ökonomische und indigene Rechte und gibt dem Land ein plurales Demokratiemodell, ein duales Rechtssystem sowie eine gemischte Wirtschaftsordnung. Gestützt wird die Regierung dabei von einer breit aufgestellten politischen Bewegung, dem Movimiento al Socialismo (MAS).
In der Region Lateinamerika haben sich jedoch die politischen Rahmenbedingungen in den letzten Jahren verschoben. Mit den Wahlsiegen konservativer Regierungen in Ländern wie Argentinien oder Chile, dem Sieg des rechtsextremen Jair Bolsonaro in Brasilien werden Wirtschaftspolitiken umgesetzt, die Sozialausgaben abbauen und Märkte liberalisieren und deregulieren wollen. Venezuela wiederum steht für das Scheitern eines politischen Projektes.
Álvaro García Linera, Vizepräsident Boliviens und intellektueller Vordenker des bolivianischen Transformationsprojektes, wird über vor diesem Hintergrund über die „Krise des Globalisismus und die Wiedererfindung der Linken“ sprechen.
Wir laden Sie herzlich zu diesem Vortrag ein.
Mittwoch, 10. April 2019 um 18.00 Uhr,
Ibero-Amerikanisches Institut
Potsdamer Straße 37
10785 Berlin
Die Veranstaltung wird simultan gedolmetscht (span. <=> dt.).
Anmeldung erbeten bis zum 8. April 2019 an: registration@iai.spk-berlin.de
Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Friedrich-Ebert-Stiftung, des Ibero-Amerikanischen Instituts und der Bolivianischen Botschaft.
