Venezuela / Kultur

Film in Hommage an Luis Alberto Lamata (14.12.1959-24.8.2025)

"¡En el cine cabemos todos!"

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Am 24.8. verstarb Luis Alberto Lamat , venezolanischer Filmregisseur, Drehbuchautor und Historiker, unerwartet. Er hinterlässt ohne Zweifel in vielerlei Hinsicht eine große Lücke. „Luis Alberto war immer ein Mensch von profunder Ethik, aufrichtig, solidarisch und gerecht. Und von unendlichem Talent.“, so Fina Torres, Regisseurin von Oriana.

2014 eröffnete Luis Alberto mit seinem Film Bolívar, el hombre de las dificultades die zehnte Auflage von Venezuela im Film-¡Qué chévere! und hielt einen Vortrag an der Goethe-Uni zu dem Thema Film und Historie. Eigentlich wollten wir ihn dieses Jahr persönlich im Filmsaal im Rahmen unseres Festivals als Ehrenmitglied empfangen. Doch kurz vorher erkrankte er.

Am 14.12. wäre er 65 Jahre geworden. Aus diesem Anlass werden wir am Sonntag, den 14.12.2025, um 18 Uhr im Filmforum Höchst sein national wie international vielfach ausgezeichnetes unabhängiges Filmdebüt Jericó zeigen, mit einem Vorspann aus drei Kurzfilmen, darunter seine letzte Rede, die er 2024 anlässlich des venezolanischen Filmfestivals auf Isla Margarita, Venezuela, hielt. Die Rede wurde uns freundlicherweise von dem venezolanischen Filmregisseur José Miguel Zamora zur Verfügung gestellt.

Jericó wird im Rahmen der Jubiläumsfilmreihe 50 Jahre Filmforum Höchst präsentiert.

Zum Film:

JERICÓ, Venezuela 1990, 90 Min., OmeU

Synopse: Ein Dominikanerpater erhält zu Beginn des 16. Jahrhunderts von seinem Bischof den Auftrag, deutsche Conquistadoren auf der Suche nach dem geheimnisvollen Mar del Sur als Seelsorger zu begleiten. Die hehre Aufgabe wird zum Albtraum, als der Pater begreifen muss, dass nicht Missionierung das Ziel ist, sondern Unterwerfung und Ausrottung, dass Verschlagenheit, Brutalität, Habgier und Größenwahn die Männer leiten. Eine bildgewaltige Auseinandersetzung mit der „Wunde Conquista“, die die Fülle der Probleme meisterlich darzustellen versteht. (Filmdienst)

Weitere Stimmen zu Jericó:
„Lamata legt in seinem erstaunlichen Erstlingsfilm größten Wert auf die ausführliche Darstellung der indigenen Lebensformen, den kollektiven Geist der Indios, ihre Harmonie mit der Natur, spart dabei an Dialogpassagen. Der Konflikt des Priesters wird zum Aufeinandertreffen zweier Kulturen, bei dem die westliche Zivilisation als die eigentlich barbarische erscheint. 22. Internationales Forum des jungen Films Berlin l992.

„Luis Alberto Lamata brach mit einem filmischen Paradigma in seinem Land, indem er die Indigenen als Menschen darstellte.“ William Alfonso Roa Barraza Asociación Centro de Historia de Sabanalarga, Kolumbien.

„Im Kino hinterlässt er uns ein Meisterwerk: Jericó, das ohne Zweifel die Zeit überleben wird“. Leonardo Padrón, venezolanischer Schriftsteller und Drehbuchautor.

Termindaten
Datum: 14.12.2025, 18:00
Stadt: Frankfurt/Main
Veranstaltungsart: Filmvorführung
Veranstaltungsort: Filmforum Höchst, Emmerich-Josef-Straße 46a
Veranstalter: Filminitiative "Venezuela im Film ¡Qué chévere!"