Kuba durchlebt aktuell eine der tiefsten Krisen seiner jüngeren Geschichte. Die Ursachen sind interner wie externer Natur. Ausgelöst durch die von der Trump-Regierung inszenierten Verschärfung der seit langem bestehenden Sanktions- und Blockadepolitik der USA – Stichwort: Unterbindung von Öllieferungen – zeigen sich jetzt in verstärktem Ausmaß die Folgen der „verpassten Chance“: In den zurückliegenden Dekaden wurden verschiedene innenpolitische Reformen erörtert, letztlich aber nur in Ansätzen realisiert.
Dies betrifft unmittelbar die Wirtschaftspolitik, darüber hinaus aber auch die Entwicklung politischer Strukturen, die es der kubanischen Gesellschaft ermöglichen, ihre mühsam errungene nationale Souveränität unter drastisch veränderten geopolitischen Bedingungen zu verteidigen.
Wie kann sich Kuba gegenüber den unverhohlenen Drohungen und Erpressungsversuchen der US-Regierung behaupten? Und welche strukturellen Reformen und politischen Konzepte braucht es, um langfristig ein ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltiges Entwicklungsmodell für das Land zu konstruieren?
Diese und weitere Fragen diskutieren wir am 20. April 2026 mit Prof. Dr. Bert Hoffmann, Kuba-Experte und Leiter des Berlin-Büros des GIGA-Instituts. Er berichtet zudem aus erster Hand über die aktuelle Situation in Kuba, wo er sich im Februar aufhielt.
Moderation: Annekathrin Linck (LAF Berlin)
Anmeldung: https://forms.gle/3B4UbGzt4yqbqKWk7
Wir freuen uns auf einen spannenden und erkenntnisreichen Austausch.

