Botschafter Ecuadors betont Gemeinsamkeit mit Venezuela

veranstaltung-ecuador-la-forum.jpg

Botschafter Jurado (rechts), Gäste
Botschafter Jurado (rechts), Gäste

Berlin. Ecuadors Botschafter in Deutschland, Jorge Jurado, hat die "Verwirklichung der Ideale von Simón Bolívar" als eines der gemeinsamen Ziele der Regierungen von Ecuador und Venezuela bezeichnet. Auf einer Veranstaltung des Lateinamerika-Forums Berlin nannte der Diplomat die Themen Bildung, Innovation und Forschung zudem als Schwerpunkte der Entwicklungspolitik. Der Export von Bodenschätzen trete dagegen in den Hintergrund.

Jurado betonte, dass während der letzten sechs Jahre unter der Regierung von Präsident Rafael Correa die Unabhängigkeit vom Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank gestärkt wurde. "2003 unterzeichnete der damalige Präsident Gutiérrez noch eine vom IWF eingeforderte Absichtserklärung, in der er für einen Kredit die Kürzung der geringen Renten, die nur eine Minderheit beziehen konnte, um 25 Prozent eingestand". Die seit 2007 verwirklichte Souveränität gegenüber internationalen Gläubigern, Hegemonialstaaten und -organisationen sei einer der Meilensteine der Regierung Correa, so Jurado weiter.

Die Regionalreferentin für Lateinamerika der Linkspartei-nahen Rosa-Luxemburg-Stiftung, Karin Gabbert, bestätigte indes die unter der amtierenden Regierung erreichte Modernisierung des Andenlandes sowie die Fortschritte auf sozialem und wirtschaftlichem Gebiet. 

Am 17. Februar fanden in Ecuador die Wahl des Präsidenten, des Vizepräsidenten, von 137 Abgeordneten der Nationalversammlung und von fünf Vertretern des Landes im Andenparlament statt. Präsident Correa setzte sich bei der Präsidentschaftswahl mit 57 Prozent deutlich durch.

Bei der Veranstaltung in Berlin waren neben Mitgliedern von Solidaritätsorganisationen für Lateinamerika, Ecuadorianern und Bürgern anderer lateinamerikanischer Staaten auch die Botschafter von Uruguay und Kuba anwesend. Hinzu kamen Mitglieder des diplomatischen Corps aus den Botschaften von Mexiko, Brasilien, El Salvador, Haiti und der Dominikanischen Republik.

Unterstützen Sie amerika21 mit einer Spende via Flattr