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In Bolivien sinkt Unterernährung um 30 Prozent

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Plaza Pedro D. Murillo in La Paz
In Bolivien sinkt die Unterernährung

La Paz. Seit Jahrzehnten hat Bolivien in den Statistiken der Vereinten Nationen immer unter den Ländern mit der höchsten Ernährungsunsicherheit rangiert. Nun ist die Zahl der Unterernährten erstmals gesunken. Nach Angaben des Koordinators der Organisation der Vereinten Nationen für Ernährung und Landwirtschaft in Bolivien, Einstein Tejada, sind heute 30 Prozent weniger Menschen von Unterernährung betroffen als noch im Jahr 2005. Damit sei das Land auf einem guten Weg, den Nahrungsmangel und die Ernährungsunsicherheit hinter sich zu lassen.

"Die Zusammenarbeit von staatlichen bolivianischen und internationalen Kräften und vor allem von sozialen Organisationen hat produktive Ergebnisse gebracht", so Tejada. Allerdings verbleibe die Nahrungsmittelsouveränität eines der wichtigsten bisher ungelösten Probleme auf der politischen Agenda. "Ich sehe, dass wir hier weiter zu arbeiten haben, da Ernährungssouveränität nicht nur heißt, eine Menge von Lebensmitteln bereitzustellen, sondern auch eine bestimmte Qualität der Nahrung zu gewährleisten", so Tejada weiter.

Nach einem weiteren UN-Bericht verzeichnen Bolivien und Panama den größten Fortschritt beim Index der menschlichen Entwicklung unter den Ländern Lateinamerikas im vergangenen Jahr. Im Jahr 2012 verbesserten die Länder ihre Indizes beim Bildungsniveaus, der Lebenserwartung und dem Einkommen.

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