Boliviens Gesetz gegen Diskriminierung als Vorbild

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INADI: Institut gegen Diskriminierung, Xenophobie und Rassismus

La Paz. Bolivien und Argentinien arbeiten beim Kampf gegen den Rassismus zusammen. Laut Pedro Mouratian, dem Chef des nationalen Institutes gegen Diskriminierung, Xenophobie und Rassismus in Argentinien, wird sein Land den Kern des bolivianischen Anti-Rassismus-Gesetzes übernehmen. Mouratian nahm in der vergangenen Woche an einer Konferenz zum Thema in La Paz teil. Gemeinsam mit Boliviens Vizeminister für Dekolonialisierung, Félix Cardénas, unterzeichnete er aus diesem Anlass ein Abkommen, das den Austausch von Informationen und Erfahrungen aber auch von Personal zum Inhalt hat.

Mouratian zufolge müsse das Antirassismusgesetz seines Landes aus dem Jahr 1999 reformiert werden. Die bolivianische Erfahrung könne dafür ein Beispiel sein. Dabei richten sich die Bemühungen seines Landes explizit auch an die bolivianische Gemeinschaft in Argentinien. Es komme darauf an zu erkennen, dass die Grenzen die Menschen zu einem großen Heimatland vereinten, sagte Mouratian.

Vizeminister Cárdenas begrüßte die Entwicklung im südlichen Nachbarland und sagte, dass das Gesetz nicht nur in Argentinien, sondern auch in Ecuador großen Anklang finde. Bolivien hat seit Januar 2005 ein Gesetz "zum Kampf gegen Rassismus und jegliche Form der Diskriminierung".

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