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Iranischer TV-Kanal eröffnet Korrespondenzstelle in Kuba

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Havanna. Nach Informationen kubanischer Staatsmedien wird der spanischsprachige iranische Fernsehsender HispanTV eine Korrespondenzstelle in Kuba eröffnen. Im Rahmen des in Kuba stattfindenden Internationalen Radio- und Fernsehfestivals haben die beiden Länder ein Abkommen unterzeichnet, das die Eröffnung eines Büros von HispanTV in Havanna ermöglicht. Laut dem Vizepräsidenten des kubanischen Instituts für Rundfunk und Fernsehen, Omar Olazabal, ist der Staatsvertrag ein weiterer Schritt in der Zusammenarbeit zwischen Kuba und Iran im Bereich der Medientechnologie. Bereits zuvor hatten bilaterale Programme zur technischen Beratung existiert.

Auch der Direktor für Kommunikation und internationale Zusammenarbeit des iranischen Kommunikationsministeriums, Ali Asghar Minaei, würdigte die Ausweitung der Kooperation im Bereich der Medien. Er zeigte sich gegenüber der kubanischen Tageszeitung Granma überzeugt, dass das Abkommen einen wichtigen Beitrag zur Vertiefung der bilateralen Beziehungen darstellt. Diese wurden in den vergangenen Jahren konstant erweitert, etwa durch verschiedene Regierungstreffen auf höchster Ebene und einer Reihe von Verträgen zur Stärkung des Handels zwischen den beiden Staaten. Zudem erhöhte Iran nach einem bilateralen Gipfeltreffen, das 2011 in Havanna stattfand, seine Kreditvergabe an die karibische Insel auf insgesamt 660 Millionen US-Dollar. Die Darlehen werden unter anderem für Investitionen in der kubanischen Industrie, im Energiesektor, im Gesundheitsbereich und zur Entwicklung der Biotechnologie verwendet.

Im Fall von HispanTV, einem 2011 gegründeten Sender, der ein spanischsprachiges Informations- und Unterhaltungsprogramm für den Mittleren Osten anbietet, werde Kuba zur Verbesserung des Sendungsangebots beitragen können, sagte Asghar Minaei. Der iranische Botschafter in Havanna, Ali Chegeni, sagte, sein Land habe ein Interesse daran, die Niederlassung des Senders in der kubanischen Hauptstadt sobald als möglich zu eröffnen. "Damit werden unsere Länder eine gemeinsame Front gegen das Informationsmonopol der Hegemonialmacht bilden", sagte Chegeni mit Blick auf die USA.

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