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Antonio Banderas empfiehlt Chávez-Politik gegen die Krise

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Ana Pastor und Antonio Banderas im Interview
Ana Pastor und Antonio Banderas im Interview

Washington. Der Hollywood-Schauspieler Antonio Banderas hat in einem Interview mit dem spanischen Programm des US-Nachrichtensenders CNN die Wirtschaftspolitik der venezolanischen Regierung unter dem im März verstorbenen Präsidenten Hugo Chávez gelobt.

In dem Interview mit der CNN-Moderatorin Ana Pastor, die zuletzt durch einen Disput mit dem linksgerichteten ecuadorianischen Präsidenten Rafael Correa von sich Reden gemacht hatte, beantwortete Banderas zunächst mehrere Fragen zu der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise. Für die Krise machte Banderas weltweit agierende Konzerne verantwortlich, "die für die Folgen ihres Handelns oft nicht die Verantwortung übernehmen müssen". Auf die Frage Pastors – "Und wie begegnest Du diesem Problem?" – antwortete Banderas: "Wie Chávez es gemacht hat, indem er mit diesem System gebrochen hat". Pastor reagiert sichtlich überrascht auf die Antwort ihres Interviewpartners und habe sichtlich Probleme, auf die überraschende Wende des Gesprächs zu reagieren, bemerkt das linksgerichtete venezolanische Internetportal aporrea.org. Ungeachtet dessen legte Banderas nach und bezeichnet die Nationalisierungen unter Chávez’  Präsidentschaft als "alternativlos".

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Zugleich kritisierte der Schauspieler den US-Präsidenten Barack Obama. Dieser habe seine eigene Bevölkerung enttäuscht, weil er seine ursprünglichen Versprechen nicht eingelöst und sich dem Druck des Marktes und der Konzerne gebeugt habe, so Banderas.

Der Ausschnitt des Interviews fand in Venezuela über soziale Netzwerke rasch Verbreitung. In dem südamerikanischen Land finden in wenigen Wochen Kommunalwahlen statt. Im polarisierten politischen Klima erfuhr der Ausschnitt aus dem Interview vom 3. November große  Aufmerksamkeit in beiden politischen Lagern. Neben Banderas hatten sich in der Vergangenheit auch andere Schauspieler wie die US-Amerikaner Sean Penn und Danny Glover mit Chávez solidarisiert und seine Politik öffentlich unterstützt.

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