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Letzte Vorbereitungen für 18. Jugend-Weltfestspiele in Quito

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Logo der 18. Weltfestpiele in Quito
Logo der 18. Weltfestpiele in Quito

Quito. Unter dem Motto "Jugend vereint gegen Imperialismus – für eine Welt des Friedens, der Solidarität und des sozialen Fortschritts" werden im Lauf dieser Woche mehr als 10.000 Jugendliche und junge Erwachsene aus aller Welt in die Hauptstadt Ecuadors reisen, um an den 18. Weltfestspielen der Jugend und Studierenden vom 7. bis zum 13. Dezember teilzunehmen.

Diese werden seit 1947 etwa alle vier Jahre vom Weltbund der demokratischen Jugend (WBDJ) vorbereitet und weltweit von antiimperialistischen, oft kommunistischen Jugendverbänden unterstützt. Sie bieten nach Angaben der Organisatoren Raum für den internationalen Austausch jugendlicher Aktivistinnen und Aktivisten im Kampf für Frieden, soziale Sicherheit und Unabhängigkeit. Die deutsche Delegation setzt sich in diesem Jahr unter anderem aus Sozialistischer Deutscher Arbeiterjugend (SDAJ), Freier Deutscher Jugend (FDJ) und DGB-Jugend zusammen und entsendet etwa 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Das internationale Vorbereitungskomitee ist bereits seit Anfang November in Ecuador, um die Logistik des Festivals auszuarbeiten. Unterstützt wird es dabei von den nationalen Trägern der Weltfestspiele, der Kommunistischen Jugend Ecuadors (JCE), der Sozialistischen Jugend Ecuadors (JSE), dem Jugendverband der Regierungspartei Alianza PAIS sowie einigen demokratischen Studierendenverbänden. Neben den internationalen Delegationen sind zirka 4.000 ecuadorianische Teilnehmende angemeldet.

Die Vorbereitungen sind zum aktuellen Zeitpunkt immer noch im Gange. So steht zum Beispiel die Unterbringung der Delegierten noch nicht endgültig fest. Die Veranstaltung selbst mit Diskussionsrunden, Workshops, sportlichen Events und Konzerten wird auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens im Zentrum Quitos stattfinden, der Anfang des Jahres geschlossen und in einen öffentlichen Park umfunktioniert wurde. Dabei wird jeder der Veranstaltungstage einem bestimmten Kontinent gewidmet und einem spezifischen Themenfeld zugeordnet sein.

Nach der 14. Austragung in Havanna (1997) und der 16. in Caracas (2005) kehren die Weltfestspiele in diesem Jahr nun zurück nach Lateinamerika, einem Kontinent im Umbruch. Der Austragungsort Ecuador erlebt seit 2006 mit Rafael Correa als Präsident und Alianza PAIS als Regierungspartei eine Phase sozialer und wirtschaftlicher Erneuerungen, die ebenfalls Thema des Festivals sein sollen. Neben Correa, der die Weltfestspiele eröffnen wird, haben mit Evo Morales aus Bolivien und Nicolás Maduro aus Venezuela zwei weitere ALBA-Präsidenten ihren Besuch bestätigt.

Außerhalb der Regierungsmedien erfährt die Veranstaltung in Ecuador selbst kaum Beachtung.

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