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18.03.2014 EU / Frankreich / Kuba / Politik

Kuba nimmt Gespräche mit Frankreich auf

Kubas Außenminister Bruno Rodríguez traf seinen französischen Amtskollegen Laurent Fabius in Paris

Kubas Außenminister Bruno Rodríguez traf seinen französischen Amtskollegen Laurent Fabius in Paris

Paris. Der kubanische Außenminister Bruno Rodríguez hat unlängst seinen französischen Amtskollegen Laurent Fabius in Paris getroffen. Bei den Gesprächen ging es um die Normalisierung der Beziehungen zwischen Kuba und der Europäischen Union (EU) sowie um die Vertiefung der Wirtschafts- und Kulturbeziehungen beider Länder. Der sozialistische Karibikstaat hatte zuvor am 6. März der Wiederaufnahme des Dialogs mit der EU zugestimmt.

In den vergangenen Monaten hat in Europa ein Umdenken in der Kubapolitik stattgefunden. Seit 1996 belastet der "Gemeinsame Standpunkt" der EU das Verhältnis zu Kuba. In diesem sprach sich die Staatengemeinschaft in Abstimmung mit den USA für einen Systemwechsel auf der Insel aus, was von Kuba wiederholt als Einmischung in innere Angelegenheiten zurückgewiesen wurde. Die Aufhebung dieser Politik wurde von einer Minderheit der EU-Mitgliedsstaaten lange verhindert, zuletzt gaben Polen und Tschechien ihren Widerstand gegen eine Annäherung an das sozialistische Land auf.

Das Treffen am Freitag markierte einen Wendepunkt in der Neugestaltung der diplomatischen Beziehungen mit der EU, es waren die ersten Gespräche seit Jahrzehnten auf der Ebene der Außenminister. In den kommenden Monaten soll die Erarbeitung eines bilateralen Abkommens vorangetrieben werden, das den "Gemeinsamen Standpunkt" ablösen wird. Die EU ist nach Venezuela der zweitwichtigste Handelspartner Kubas.

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