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07.05.2014 Kuba / Russland / Politik / Wirtschaft

Russland erlässt Kuba 90 Prozent der Schulden und bekräftigt Kooperation

Außenminister von Russland, Kuba: Lawrow, Rodríguez

Außenminister von Russland, Kuba: Lawrow, Rodríguez

Havanna/Moskau. Russland hat einen massiven Schuldenerlass für Kuba beschlossen. Rund 90 Prozent der 32 Milliarden US-Dollar umfassenden Verschuldung sollen abgeschrieben werden, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow während seines Besuches vor wenigen Tagen in Havanna. Die restlichen zehn Prozent sollen in Projekte in dem Inselstaat investiert werden, berichten die russische Nachrichtenagentur Ria Nowosti und der TV-Sender Russia Today.  "Moskau ist an einer maximalen Effizienz dieser Investition interessiert", betonte Lawrow. Experten gehen davon aus, dass Russland  auch in den neuen Verladehafen der Sonderwirtschaftszone Mariel investieren will.

Der Vertrag über den Schuldenschnitt sei bereits in der Ratifizierungsphase, stellte Lawrow klar. Zugleich bekräftigte er die politische Kooperation zwischen Moskau und Havanna. Beide Regierungen seien in "Brüderlichkeit" vereint, so Moskaus Chefdiplomat. Zugleich dankte Lawrow der sozialistischen Regierung in Kuba für ihre Unterstützung in der Ukraine-Krise.

In Havanna war Lawrow mit seinem Amtskollegen Bruno Rodríguez zusammengekommen. Nach dem Treffen unterstrich er die "historisch gewachsenen" und "exzellenten" Beziehungen zwischen beiden Ländern. Russland und Kuba stimmten bei vielen Themen der internationalen Politik überein.

 Die Beziehungen zwischen beiden Staaten hatten sich nach dem Ende der Sowjetunion zunächst massiv verschlechtert. Vor allem der einseitige Abzug der russischen Truppen unter der Präsidentschaft von Boris Jeltsin Anfang der 1990er Jahre hatte dazu beigetragen. Die Armeepräsenz stellte einerseits einen wirtschaftlichen Faktor dar, andererseits war Kubas Führung über den Schritt damals nicht informiert worden.

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