Bauerngewerkschaften in Bolivien für Wiederwahl von Evo Morales

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Mehrere tausend Bäuerinnen und Bauern waren in Santa Cruz zum 35. Jahrestag der CSUTCB zusammen gekommen
Mehrere tausend Bäuerinnen und Bauern waren in Santa Cruz zum 35. Jahrestag der CSUTCB zusammen gekommen

Santa Cruz. Der Dachverband der Bauerngewerkschaften Boliviens (CSUTCB) hat unlängst seine Unterstützung für Präsident Evo Morales bei den Wahlen am kommenden 12. Oktober bekräftigt. "Die sozialen Organisationen werden an der Macht bleiben", erklärte Gewerkschaftsführer Damián Condori  anlässlich des 35. Jahrestags der CSUTCB-Gründung.

Bei dem Festakt, an dem auch Morales und Vizepräsident Álvaro García Linera teilnahmen, wurden beide als Kandidaten bestätigt, weil sie "das Mandat und die Interessen des bolivianischen Volkes erfüllt" hätten. Die Bauern seien heute frei von der Beherrschung durch die politischen und ökonomischen Eliten und befänden sich auf dem Weg zum Guten Leben. "Wir haben bereits die Macht erobert", sagte der Gewerkschaftsfüher in seiner Rede im Stadion Real von Santa Cruz vor mehreren tausend Bäuerinnen und Bauern.

Die CSUTCB wurde am 26. Juni 1979 gegründet und bündelt den größten Teil der Bauerngewerkschaften Boliviens.

Morales bedankte sich in seiner Ansprache für "die überwältigende Unterstützung der Bauernschaft" und rief die sozialen Organisationen zur Einheit auf, um den im Jahr 2009 erreichten Prozentsatz der Stimmen noch zu erhöhen. Damals hatten Morales und die Bewegung zum Sozialismus (MAS) 64 Prozent der Wählerstimmen bekommen.

"Wir sind vereint, wir sind gewerkschaftlich und politisch organisiert", so Morales. Die MAS sei keine Partei, sondern eine politische Bewegung der städtischen und ländlichen sozialen Bewegungen. Seine Regierung habe die "Patriotische Agenda bis 2025" ausgearbeitet. Ziele seien vor allem die völlige Beseitigung der extremen Armut und die Sicherstellung aller Dienstleistungen des Grundbedarfs. Zu den weiteren Vorhaben gehöre die Entwicklung der Produktion und Industrialisierung der natürlichen Ressourcen. "Wir Bauern haben auch das Recht, Politik zu machen“. Politik sei "als Dienst und Engagement für das Volk zu verstehen", sagte Morales abschließend.

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