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29.07.2014 Europa / Kuba / Politik

Kubanische Revolutionsfeiern in Europa

Fahne der Bewegung 26. Juli der kubanischen Revolutionäre. Der 26. Juli ist heute der kubanische Nationalfeiertag

Fahne der Bewegung 26. Juli der kubanischen Revolutionäre. Der 26. Juli ist heute der kubanische Nationalfeiertag

Quelle: cuba-si.org

Berlin. In Deutschland, Österreich und der Schweiz haben am Wochenende tausende Menschen den kubanischen Nationalfeiertag am 26. Juli gefeiert. Bei öffentlichen Veranstaltungen unter anderem in Berlin, Wien und Bern drückten die Menschen damit auch ihre Solidarität mit dem sozialistischen Kuba aus und forderten ein Ende der seit Jahrzehnten anhaltenden US-Blockade gegen den kleinen Karibikstaat. Auch an anderen Orten fanden Feierlichkeiten statt, in Deutschland etwa in Bonn und München.

In Berlin organisierte am Samstag die Solidaritätsorganisation Cuba Sí ihre traditionelle "Fiesta de Solidaridad" in Stadtteil Lichtenberg. Neben Musik gab es dabei auch ein politisches Programm. Die Leiterin der Europaabteilung des Kubanischen Instituts für Völkerfreundschaft, Gladys Ayllón, nahm an einer Podiumsdebatte teil, die von dem Soziologen und Amerika21-Autor Edgar Göll moderiert wurde. Der neugewählte deutsche Europaabgeordnete Fabio De Masi aus der Linkspartei kündigte an, weitere Initiativen im Europäischen Parlament zur Unterstützung Kubas zu ergreifen.

In der Schweiz luden die kubanische Botschaft sowie die Vereinigung Schweiz-Cuba (VSC) in Bern zu einer Feier zum 26. Juli ein. Geschäftsträgerin a.i. Malena Castañeda und Samuel Wanitsch, Koordinator der VSC, begrüßten rund 50 Vertreterinnen und Vertreter von VSC-Regionalgruppen und von befreundeten Organisationen. In seiner Ansprache betonte Wanitsch, der Aufstand gegen die Batista-Diktatur, der am 26. Juli 1953 mit dem Sturm auf die Moncada-Kaserne begonnen hatte, stelle bis heute ein beispielhaftes Ereignis dar. Er drückte zudem die Solidarität mit dem palästinensischen Volk angesichts der andauernden israelischen Angriffe auf den Gaza-Steifen aus. Auch in Bern begangen die Gäste den Tag im Anschluss an das politische Programm mit kubanischer Live-Musik.

In Österreich fand anlässlich des 61. Jahrestages des "Día de la Rebeldía" eine kubanischer Feier statt. Die Österreichisch-Kubanische Gesellschaft (ÖKG), die Solidaritätsorganisation Cuba Va und die kubanische Botschaft luden in das Ega-Frauenzentrum in Wien ein. ÖKG-Vorsitzender Michael Wögerer konnte an die 100 Kuba-Freunde begrüßen. Yahima Martínez, politische Sekretärin der kubanischen Botschaft, erinnerte in ihrer Eröffnungsrede daran, dass "am 26. Juli eine neue Epoche in der kubanischen Geschichte begonnen hat. Viele Schwierigkeiten und harte Zeiten haben die Kubaner seit dieser denkwürdigen Aktion von 1953 durchgemacht. Aber die feste Überzeugung unseres Volkes und die Entschlossenheit zu widerstehen und zu siegen, haben ermöglicht, jedes Jubiläum mit Stolz und Optimismus feiern zu können", so Martínez.

Anschließend begeisterte die Band ATACAMA das Publikum mit lateinamerikanischer Musik. Bei tropischen Temperaturen wurde bis spät in die Nacht gesungen und getanzt, unter anderem mit einem aus Deutschland inspirierten Sprechchor: "So geh'n die Cubanos, die Cubanos, die geh'n so!"

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