ALBA-Länder / Politik

Linker Staatenbund ALBA begeht zehnjähriges Bestehen

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ALBA-Konferenz in einem Archivbild des lateinamerikanischen TV-Senders Telesur
ALBA-Konferenz in einem Archivbild des lateinamerikanischen TV-Senders Telesur

Guarenas, Venezuela. Die Bolivarianische Allianz für Amerika (ALBA) hat am Montag offiziell die Feierlichkeiten zu ihrem zehnjährigen Bestehen begonnen. Zugleich starteten gut zwei Dutzend Gesprächsrunden, in denen die bisherige Arbeit bilanziert werden soll.

Ausgehend vom Gründungsort im Norden Venezuelas plant das Exekutivsekretariat laut einer Pressemitteilung, die verschiedenen Bundesstaaten des südamerikanischen Landes zu besuchen. Dabei soll in den kommenden Monaten die Arbeit des Bündnisses vorgestellt und bereits umgesetzte Projekte erläutert werden.

Unter dem Motto "Zehn Jahre Stärkung der Solidarität und Integration zwischen den Völkern Amerika (2004-2014)" will das Steuerungsorgan der Allianz auch Raum schaffen, um die eigene Arbeit zu debattieren. Diskutiert werden historische Prozesse, Erfolge, soziale, wirtschaftliche und politische Veränderungen, die das ALBA-Bündnis nach eigenem Verständnis mit anführt. Das gemeinsame Ziel bestehe in der Transformation, Integration und Solidarität zwischen den Völkern.

Die Allianz hatte der 2013 verstorbene Ex-Präsident Hugo Chávez und gemeinsam mit dem kubanischen Revolutionsführer Fidel Castro ins Leben gerufen. Ihr Ziel war es, eine Alternative zu der von den USA beworbenen gesamtamerikanischen Freihandelszone ALCA zu schaffen.

Im Jahr 2004 unterzeichneten Chávez und Castro die ersten bilateralen Abkommen, mit denen Kuba von Venezuela im Tausch für seine Ärzte mit Erdöl beliefert wird. Den beiden Gründungsvätern soll während der Feierlichkeiten in besonderer Weise gedacht werden.

Am  14. Dezember dieses Jahres wird das ALBA-Bündnis mit einem Gipfel der Präsidenten der Mitgliedsländer in der kubanischen Hauptstadt Havanna in einem großen Festakt sein zehnjähriges Bestehen feiern. Dies hatte Venezuelas Außenminister Elías Jaua vor wenigen Wochen nach einem Treffen mit seinen Amtskollegen aus den ALBA-Staaten bekannt gegeben.

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