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04.08.2015 Kuba / USA / Politik

Hillary Clinton fordert Ende der Blockade gegen Kuba

Clinton bei ihrer Rede in Florida am 30. Juli

Clinton bei ihrer Rede in Florida am 30. Juli

Quelle: twitter.com

Washington. Die demokratische US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hat den Kongress zur Aufhebung der Blockade gegen Kuba aufgefordert. Offene Wirtschaftsbeziehungen würden der Insel "mehr Würde und Demokratie" bringen als eine Fortsetzung der Isolationspolitik, sagte Clinton am Freitag bei einer Rede an der Florida International University in Miami.

Mit ihrer Aussage positionierte sich Clinton konträr zu ihren wichtigsten republikanischen Gegnern, die für eine Beibehaltung des seit 1962 bestehenden Embargos eintreten. Ihnen warf sie vor, Kuba und Lateinamerika durch ein "Kalter-Krieg-Prisma" zu betrachten. Die Stimmverteilung in Florida mit seiner großen kubanischstämmigen Gemeinde kann bei Präsidentschaftswahlen in den USA mitunter über Sieg und Niederlage entscheiden.

Kuba und die USA haben vergangenen Dezember damit begonnen, ihre diplomatischen Beziehungen zu normalisieren.  US-Präsident Barack Obama forderte bereits damals die Aufhebung der Wirtschaftsblockade, konnte sich bisher im Kongress jedoch nicht durchsetzen. Indes fordern nach aktuellen Umfragen 72 Prozent der US-Amerikaner die Aufhebung der Embargos gegen Kuba, während 73 Prozent die Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit der sozialistischen Karibikinsel begrüßen.

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