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15 Jahre Kooperationsabkommen Venezuela-Kuba

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Fidel Castro und Hugo Chávez nach der Unterzeichnung des Kooperationsabkommens im Präsidentenpalast Miraflores in Caracas am 30. Oktober 2000
Fidel Castro und Hugo Chávez nach der Unterzeichnung des Kooperationsabkommens im Präsidentenpalast Miraflores in Caracas am 30. Oktober 2000

Caracas. Anlässlich des 15. Jahrestages der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zwischen Venezuela und Kuba hat Präsident Nicolás Maduro die Zusammenarbeit beider Länder gewürdigt. Neue Projekte bis zum Jahr 2030 seien in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Wissenschaft und Technologie in Planung.

Bei einer Feier in Caracas zum Tag der Alphabetisierung erinnerte Maduro daran, dass am 30. Oktober 2000 "zwei Giganten", der 2013 verstorbene Präsident Hugo Chávez und der kubanische Revolutionsführer Fidel Castro, dieses umfassende Abkommen unterzeichnet haben. Die neu vereinbarten Projekte führten diese Kooperation fort. Sie sollen zudem mit den 17 Entwicklungszielen der Vereinten Nationen bis 2030 abgeglichen werden, die auch von der Bolivarischen Allianz (Alba) geteilt werden, so der Präsident.

Der lateinamerikanische Fernsehsender Telesur zog zum selben Anlass eine Bilanz der erreichten Erfolge des Abkommens. Im Rahmen der Gesundheitsprogramme Barrio Adentro I, II und III wurden neben Tausenden von ambulanten Gesundheitszentren in abgelegenen Gemeinden des Landes, 568 Integrale Diagnostische Gesundheitszentren (CDI), 585 Rehabilitationszentren (SRI) sowie 35 Hochtechnologiekliniken (CAT) in ganz Venezuela errichtet. Damit seien mehr als 1.750.000 Leben gerettet worden, 780 Millionen kostenlose Konsultationen und 477 Flüge mit 60.000 venezolanischen Patienten nach Kuba seien realisiert worden. Im Rahmen der Mission Milagro erhielten 2,5 Millionen Menschen kostenlose Augenoperationen.

Im Bildungssektor haben die Programme Robinson I und II der Bevölkerung Lesen und Schreiben beigebracht werden und 2,8 Millionen Venezolaner absolvierten erfolgreich eine schulische Ausbildung bis zur sechsten Klasse. Wie Telesur hervorhebt, wäre Venezuela dies nicht ohne die Unterstützung und Solidarität Kubas und seine Methode zur Alphabetisierung "Yo, sí puedo" (Ja, ich kann das!) gelungen. Tausende Kubaner sind in den 24 Bundesstaaten Venezuelas in fast 20 Sozialprogrammen tätig, die Millionen von Bürgern zugute kommen.

Die Bilanz nennt auch die bis heute an die 200 wissenschaftlichen Kooperationsprojekte in den Bereichen Nahrungsmittelsicherheit, Biotechnologie und Entsorgung von giftigen Abfällen.

Für das Jahr 2015 hatten beide Länder 62 Vereinbarungen getroffen, die die Erhöhung der Zahl von Medizinern in Venezuela zum Ausbau des Gesundheitssystems, die Ausbildung von 518 medizinischen Spezialisten in Kuba sowie die Erweiterung der Zusammenarbeit unter anderem in den Bereichen Sport und Kultur vorsahen.

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