Bolivien / Politik

"No" in Bolivien bei 52 Prozent

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Bolivien sagt Nein
"Bolivien sagt Nein": Die von der Linksregierung gewünschte Verfassungsänderung wurde laut den bisherigen Ergebnissen knapp abgelehnt

La Paz. In Bolivien hat das Oberste Wahlgericht (TSE) am Dienstagnachmittag (Ortszeit) über 90 Prozent der Wahlzettel vom Verfassungsreferendum am vergangenen Sonntag ausgezählt. Demnach liegt die Ablehnung weiter mit über 52 Prozent vorne. Damit wäre eine erneute Kandidatur von Präsident Evo Morales bei der Wahl 2019 ausgeschlossen. Auch bei den Auslandsstimmen zeichnet sich ein Sieg der Gegner der Verfassungsänderung ab.

Die Regierung erhofft sich laut entsprechenden Äußerungen von Regierungsvertretern weiterhin, dass noch fehlende Daten aus den ländlichen Regionen das Ergebnis noch drehen könnten. Das renommierte Meinungsforschungsinstitut IPSOS ist jedoch überzeugt, dass ein Sieg des "No" unumkehrbar ist. Nach Berechnungen von amerika21 würde Morales fast 75 Prozent Zustimmung bei den noch nicht eingerechneten Stimmen benötigen, um insgesamt auf über 50 Prozent zu kommen.

Zwar konnte den aktuellen Zahlen zufolge das "Ja" in den Regionen La Paz und Cochabamba  mit je 55 Prozent gewinnen, sowohl im östlichen Tiefland als auch in der südwestlichen Region Potosí kam das "Nein" dagegen auf um die 60 Prozent der Stimmen.

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