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07.09.2016 Kuba / Russland / Venezuela / Wirtschaft

Interfax: Kuba bittet Russland um Erdöl

Rosneft-Chef Ogot Sechin und CUPET-Präsident Juan Torres Naranjo 2014 in St. Petersburg

Rosneft-Chef Ogot Sechin und CUPET-Präsident Juan Torres Naranjo 2014 in St. Petersburg

Quelle: Rosneft

Moskau/Havanna. Kuba hat offenbar Russland um Unterstützung bei Erdöllieferungen gebeten, um Lieferengpässe aus dem verbündeten Venezuela zu kompensieren. Das berichtet die russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf ein Schreiben des kubanischen Staats- und Regierungschef Raúl Castro. In kubanischen Medien spielte das Thema bislang keine Rolle.

Kuba habe den Verbrauch von fossilen Energiequellen wegen der Lieferengpässe aus Venezuela bereits einschränken müssen, heißt es in der Meldung aus Moskau. Der südamerikanische Erdölstaat sieht sich schweren wirtschaftlichen Problemen ausgesetzt, die vor allem auch auf den niedrigen Erölpreis zurückzuführen sind.

Das in der russischen Presse und Branchenmedien zitierte Schreiben Castros macht keine Aussagen über die Höhe möglicher russischer Lieferungen oder Vertragsbedingungen. Die kubanische Seite habe Moskau aber zugesichert, die Zahlungsbedingungen bei einer etwaigen Vereinbarung strikt einzuhalten.

Dennoch habe das russische Wirtschaftsministerium gegenüber einem möglichen Deal mit Havanna Bedenken angemeldet. Die Zahlungsmöglichkeiten Kubas stellten bei solch einem Geschäft ein "erhebliches Risiko" dar, hieß es von dieser Seite. Man schlage daher vor, in Kuba aktive russische Unternehmen wie den Energiekonzern Rosneft in einen möglichen bilateralen Vertrag einzubeziehen. Rosneft hatte mit dem kubanischen Energieunternehmen Cupet einen Vertrag unterzeichnet, um in der Kernenergie enger zusammenzuarbeiten.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters, die sich auf Branchenmedien bezieht, sollen die Lieferungen aus Venezuela an Kuba zuletzt auf 53.500 Barrel täglich zurückgegangen sein. Dies entspräche einer Reduzierung um 40 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2016. Eine offizielle Bestätigung aus Havanna oder Caracas dazu gibt es nicht.

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