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CIA gibt weitere Dokumente über Invasion in Kuba frei

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Überreste eines bei der Invasion in der Playa Girón abgeschossenen US-amerikanischen B-26-Bombers im Revolutionsmuseum in Havanna
Überreste eines bei der Invasion in der Playa Girón abgeschossenen US-amerikanischen B-26-Bombers im Revolutionsmuseum in Havanna

Washington. Der US-Auslandsgeheimdienst Central Intelligence Agency (CIA) hat den fünften Band der internen Dokumentenmappe zur Invasion in der Schweinebucht auf Kuba von 1961 freigegeben. Bisher wurde der Band mit Verweis auf seinen Entwurfscharakter von der Öffentlichkeit ferngehalten. Erst nach jahrelangem Rechtsstreit mit dem National Security Archive konnte die Behörde zur Veröffentlichung der Dokumente bewegt werden.

In den Dokumentenbänden, die aus den 1980er Jahren stammen, versucht die CIA die Ereignisse aus ihrer Sicht festzuhalten. Der fünfte Band handelt dabei insbesondere von Untersuchungen, die im Anschluss an den Invasionsversuch durchgeführt wurden. Zeitzeugen berichten darin, dass führende US-Militärvertreter sich das Recht vorbehalten hätten, den künftigen Präsidenten Kubas zu benennen.

Bei der Invasion in der Playa Girón versuchte eine Gruppe von 1.500 Exilkubanern mit Unterstützung der CIA, die kubanische Revolution auf militärischem Wege zu beseitigen. Insgesamt investierte die US-Regierung in die Aktion, die vom 17. bis 19. April 1961 dauerte, unter dem Decknamen Operation Zapata mindestens 100 Millionen US-Dollar. Mehr als 1.500 von CIA und Experten des Pentagon ausgebildete Spezialkräfte, zusammengeschlossen im Landungskorps 2506, waren unter dem Schutz von US-Flugzeugen und einer Flotte von Fracht- und Kriegsschiffen in der Playa Girón im Süden der Insel gelandet. Das Unternehmen gilt als strategischer Misserfolg, bei dem sich die Angreifer bereits nach 72 Stunden ergaben und schließlich mehr als 1.200 von ihnen gefangen genommen wurden. Mehr als 150 Kubaner kamen bei der Verteidigung gegen die Operation ums Leben.

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