Kuba / EU / Wirtschaft

Erfolgreiche Industrie- und Handelsmesse in Kuba

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Logo der diesjährigen Industrie- und Handelsmesse "FIHAV" in Kuba
Logo der diesjährigen Industrie- und Handelsmesse "FIHAV" in Kuba

Havanna. Im Rahmen der diesjährigen Industrie- und Handelsmesse in Havanna (FIHAV) ist ein neues Investitionsforum einberufen worden, bei dem Perspektiven bezüglich eines neuen Gesetzes für Investitionen diskutiert wurden. Auf insgesamt 29.000 Quadratmetern stellten Vertreter aus 73 Länder den rund 3.700 Besuchern ihre Produkte und Geschäftsbereiche vor. Außerdem nahmen Delegationen aus Wirtschaft und Politik aus über einem Dutzend Ländern teil, um die künftige wirtschaftliche Zusammenarbeit zu erkunden. Ziel der Messe ist auch, kubanische Unternehmer mit ausländischen Investoren zusammenzubringen.

Die Großveranstaltung wurde dieses Jahr zum ersten Mal auch für ausländische Unternehmen geöffnet, die ein Interesse am Standort Kuba bekunden. Der direkte Austausch mit den für die jeweiligen Bereiche zuständigen staatlichen Stellen wurde ausgiebig genutzt.

Der kubanische Minister für Wirtschaft und Investition, Rodrigo Malmierca, bezeichnete die Messe als großen Erfog. "Die diesjährige Industrie- und Handelsmesse zeigte wie noch nie, dass die Teilnehmerländer Kuba in seinem Kampf gegen das Wirtschaftsembargo der USA unterstützen." Weiter verdeutlichte der Minister das Interesse Kubas an ausländischem Investitionskapital, denn "ausländische Investitionen sind kein unvermeidbares Übel." Man wolle die Zusammenarbeit sogar fördern, um eine wirtschaftliche Entwicklung zu stärken. "Das ist eine souveräne Entscheidung Kubas", betonte Malmierca.

Zwar erkenne die Regierung die Bedeutung des Marktes für die wirtschaftliche Entwicklung an, dennoch würden einige Bereiche weiterhin von Investitionen aus dem Ausland ausgeschlossen bleiben, so der Minister. Das Land werde sich "nicht unterordnen". So werden "in Kuba die Produktionsmittel weiterhin staatlich bleiben. Auch die Betreibung, Verwaltung und Kommerzialisierung der Telekommunikation bleibt für ausländisches Kapital verschlossen." Dennoch könne man in Software und Technologieparks investieren, erläuterte Malmierca.

Auch die Europäische Union war mit elf akkreditierten Mitgliedsstaaten auf der Messe vertreten. Herman Portocarrero, Botschafter der EU in Kuba und Leiter der Delegation auf der FIHAV, betonte, dass die Union schon seit geraumer Zeit eine weit reifere Beziehung mit Kuba habe als beispielsweise die USA. "Wir wollen auch weiterhin eine wichtige Rolle in der kubanischen Wirtschaft spielen", so Portocarrero.

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