DruckversionEinem Freund senden
25.03.2017 Kuba / Medien

Kuba startet neuen TV-Nachrichtensender in HD-Qualität

Das Logo des neuen Nachrichtensenders in Kuba

Das Logo des neuen Nachrichtensenders in Kuba

Havanna. Das Signal des kubanischen Canal Caribe ist "on air". Mit dem neuen Nachrichtensender, der vor allem von jungen Journalisten produziert wird, will das kubanische Fernsehen den Stil seiner Berichterstattung modernisieren. Es ist der siebte TV-Sender der Insel und das erste Programm, das in HD-Qualität ausgestrahlt wird.

Canal Caribe wird seit vergangenem Dienstag in der Hauptstadt Havanna produziert, ist jedoch trotz des noch laufenden Testbetriebs bereits in den Provinzen Villa Clara, Matanzas und Sancti Spíritus zu empfangen. Der Kanal sendet zwischen 8:30 Uhr und Mitternacht. Neben Nachrichten stehen auch je 25-Minuten Sport- und Kultursendungen auf dem Programm. Später sollen weitere Formate wie Diskussionsforen, Interviews, internationale Reportagen und Analysen folgen. Auch Wirtschaftsfragen sollen bei dem neuen Sender eine starke Rolle spielen.

Im Unterschied zu den bisherigen Nachrichtenformaten soll Canal Caribe neue Formen der Berichterstattung erproben, wozu auch mehr Live-Berichte zählen. Junge Journalisten, die unter anderem bereits beim russischen Nachrichtensender Russia Today und dem lateinamerikanischen Fernsehsender Telesur gelernt haben, sollen für einen frischen Moderationsstil sorgen.

Zum Empfang des Senders ist ein Digitalreceiver notwendig. Seit 2014 stellt Kuba sein TV-System auf den digitalen Standard DTMB um, der bisher ausschließlich in China zum Einsatz kommt. Entsprechende Empfangsgeräte sind ab rund 30 CUC in den Läden erhältlich. Letzten November wurde mit dem Gelect HD-WA17 ein neuer kubanischer HD-Receiver vorgestellt, dessen Betriebssystem auf Android basiert und in Zusammenarbeit mit China entwickelt wurde. Der Verkauf soll in den kommenden Monaten beginnen.

Unterstützen Sie amerika21 mit einer Spende via Flattr

Was Sie auch interessieren könnte ...

24.11.2016 Nachricht von Klaus E. Lehmann
03.08.2015 Blogeintrag von Aram Aharonian