Kubas Präsident Díaz-Canel beendet Reise nach Europa und Asien

diaz-canel_kuba_und_philipp_hammond_grossbritannien.jpg

Kubas Präsident mit dem britischen Finanz- und Wirtschaftsminister Philip Hammond in London
Kubas Präsident mit dem britischen Finanz- und Wirtschaftsminister Philip Hammond in London

Beijing/London et al. Nach knapp zwei Wochen hat Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel seine Reise in mehrere Länder Europas und Asiens beendet. Zuletzt machte das Staatsoberhaupt halt in Großbritannien, wo er von Finanz- und Wirtschaftsminister Philip Hammond empfangen wurde und Gespräche mit Parlamentariern führte. Er traf sich außerdem mit 30 Vertretern der "Cuba Initiative", die 1995 gegründet wurde, um die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Großbritannien und Kuba zu fördern.

kuba_diaz_canel_china_verbotene_stadt.jpg

Kubas Präsident trägt sich ins Gästebuch der Verbotenen Stadt in Beijing ein
Kubas Präsident trägt sich ins Gästebuch der Verbotenen Stadt in Beijing ein

Zuvor stattete er der Volksrepublik China sowie den sozialistischen Republiken Vietnam und Laos einen Besuch ab.

Am ersten November startete Miguel Díaz-Canel seine dritte und bisher umfangreichste Auslandsreise als neuer kubanischer Staatschef. Der im April gewählte Präsident des Staats- und Ministerrats der Insel begann seine Reise nach einem Zwischenstopp in Paris mit einem Arbeitstreffen in Russland, bei dem er unter anderem auch auf Präsident Wladimir Putin traf. Anschließend reiste er mit seiner Delegation weiter nach Nordkorea, wo er dem Land erstmals seit Fidel Castros Visite 1986 als kubanischer Staatschef einen Besuch abstattete.

In China traf er anschließend nach einem Besuch in Shanghai in Beijing auf Staatspräsident Xi Jinping. "Das chinesische Volk wird niemals vergessen, dass Kuba unter Führung Fidel Castros als erste Nation der westlichen Hemisphäre diplomatische Beziehungen mit China aufnahm", sagte Xi. Er erklärte, China sei bereit für ein "neues Kapitel in den bilateralen Beziehungen." Man begrüße die Teilnahme Kubas an der "Ein Band, Eine Straße"- Initiative, dem chinesischen Infrastruktur- und Außenhandelsprogramm, das als "Neue Seidenstraße" bekannt ist. Im Rahmen seines Beijing-Aufenthalts besuchte Díaz-Canel auch die Verbotene Stadt sowie das Mausoleum von Revolutionsführer und Staatsgründer Mao Zedong.

regierungen_kuba_vietnam.jpg

Die kubanische Delegation traf in Hanoi mit Regierungsvertretern Vietnams zusammen
Die kubanische Delegation traf in Hanoi mit Regierungsvertretern Vietnams zusammen

In Vietnam wurde Díaz-Canel der Ho Chi Minh Orden, die höchste Auszeichnung des Landes verliehen. In Gesprächen mit KP-Generalsekretär Nguyen Phu Trong bekräftigten beide Staatschefs die engen Bande zwischen beiden Ländern, die aus Jahrzehnten der beiderseitigen solidarischen Unterstützung gewachsen seien. Im Rahmen seines Aufenthalts in Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt traf Kubas Präsident auf Vertreter des vietnamesischen Parlaments und stattete den einst vom Vietcong gebauten Tunneln in Cu Chí einen Besuch ab.

Am Sonntag wurde das kubanische Staatsoberhaupt in Laos von Präsident Bounnhang Vorachith empfangen. Das asiatische Land, das seit Dezember 1975 kommunistisch regierte Volksrepublik ist, zählt zu Kubas politischen Verbündeten. Im Rahmen des Besuchs wurden ebenso wie in China und Vietnam neue Verträge über bilaterale Kooperationen abgeschlossen, hier auf den Gebieten Bildung und Sport.

Unterstützen Sie amerika21 mit einer Spende via Flattr