Deutsch-Bolivianische Zusammenarbeit zur Produktion von Lithiumbatterien bestätigt

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Lithium wird in Bolivien auch mit deutscher Unterstützung abgebaut
Lithium wird in Bolivien auch mit deutscher Unterstützung abgebaut

La Paz/Bonn. Bei einem Besuch in Bolivien hat der Vize-Minister für Lateinamerika des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Norbert Barthle, die Pläne für eine deutsch-bolivianische Kooperation zur Produktion von Lithiumbatterien bestätigt. Der CDU-Abgeordnete besuchte das Andenland anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Bolivien. Die KfW unterstützt Bolivien vor allem im Bergbausektor, speziell die staatliche Firma Comibol. Zudem sind die Schwerpunkte der Zusammenarbeit die Entwicklung in ländlichen Gebieten, Trinkwasserversorgung, Umwelt, erneuerbare Energien und Energieeffizienz.

Barthle erklärte, man wolle in Bolivien nicht nur Lithium fördern sondern eine Produktionskette im Land aufbauen. Zurzeit besteht ein Abkommen zum Abbau sowie der Verarbeitung des Lithiums mit der deutschen Firma ACI Systems. Die Weiterverarbeitung des Metalls soll in Bolivien selbst stattfinden. Bis 2022 soll die Anlage einsatzbereit sein, sodass bis 2023 Lithium im größeren Stil abgebaut und zu Lithium-Ionen-Batterien weiterverarbeitet werden kann. Für den Abbau sowie die Weiterverarbeitung bilden die deutsche Firma ACI Systems und die bolivianische Firma YLB (Yacimientos de Litio Bolivianos, Bolivianische Lithiumvorkommen) das Joint Venture YLB-ACISA. Noch unbestätigten Quellen zufolge soll das Investionsvolumen von ACI Systems zunächst aber nur 300 Millionen statt der geplanten 1,3 Milliarden US-Dollar betragen.

Dass die deutsche Kooperation die Produktionskette zur Weiterverarbeitung des Lithiums in Bolivien aufbauen will, unterscheide sie von chinesischen Investitionen, so Barthle. Neben ACI Systems wurde auch ein Vertrag mit dem chinesischen Konzern TBEA Baocheng aufgesetzt, um Lithium an zwei Salzseen in Oruro und Potosí abzubauen.

Lithium wird unter anderem benötigt, um Akkus von Computern, Mobiltelefonen und Elektroautos herzustellen. Bolivien besitzt laut offiziellen Angaben das weltweit größte Vorkommen.

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