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Kuba schickt eine weitere Ärzte-Delegation nach Italien

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Eine zweite Brigade Gesundheitsexperten aus Kuba wurden am 13. April in Turin herzlich empfangen
Eine zweite Brigade Gesundheitsexperten aus Kuba wurden am 13. April in Turin herzlich empfangen

Havanna/Turin. Auf Ersuchen des Präsidenten der italienischen Region Piemont, Alberto Cirio, hat das kubanische Gesundheitsministerium eine zweite Ärzte-Delegation der Brigade Henry Reeve nach Italien geschickt. Sie leistet in Turin humanitäre Hilfe beim Kampf gegen die Corona-Pandemie. Die am Montag eingetroffene Delegation von 38 Gesundheitsexperten besteht aus 21 Ärzten, darunter Epidemiologen, Anästhesisten und Allgemeinmediziner, 16 auf die Intensivpflege spezialisierten Krankenpflegern und Delegationsleiter Julio Guerra Izquierdo. Alle verfügen über mehr als zehn Jahre Berufserfahrung und die Mehrheit hat bereits an anderen Missionen auf der ganzen Welt teilgenommen.

Empfangen wurde die Delegation von Regionspräsident Alberto Cirio, der Turiner Bürgermeisterin Chiara Appendino und einer Reihe weiterer politischer Amtsträger.

Cirio fand viele lobende Worte für die kubanischen Mediziner: "Ich möchte all jenen danken, die zu dieser Mission beigetragen haben. Dies ist eine Schlacht, die wir nur gewinnen, wenn jeder seinen Teil dazu beiträgt. Und die ersten, die dies taten, waren diese Ärzte und Krankenpfleger, die freiwillig in ein Flugzeug stiegen und vom anderen Ende der Welt kamen, um Menschen zu behandeln, die sie nicht kennen und nie gesehen haben – einfach aus einem großen Geist des Altruismus und der Menschlichkeit heraus."

Auch Bürgermeisterin Appendino bedankte sich mit herzlichen Worten bei Kuba und dem Ärzteteam. Diese großzügige Geste stärke die freundschaftlichen Beziehungen.

Die erste von Kuba nach Italien entsandte Ärzte-Delegation der Brigade Henry Reeve befindet sich seit dem 22. März in der Lombardei, der italienischen Region, die am stärksten von Covid-19 betroffen ist.

Die Brigade dient internationalen medizinischen Hilfsmissionen Kubas und kann auf eine 15-jährige Geschichte in allen Teilen der Welt zurückblicken. Sie leistete unter anderem humanitäre Hilfe während der Ebola-Epidemie in Afrika, nach der Erdbeben-Katastrophe in Haiti und ist aktuell in zahlreichen anderen Krisenregionen der Erde vertreten.

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