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Peruanischer Verteidigungsminister tritt nach Vorwürfen zu Beförderungen zurück

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Musste vom Amt als Verteidigungsminister zurücktreten, die Hintergründe bleiben unklar: Walter Ayala
Musste vom Amt als Verteidigungsminister zurücktreten, die Hintergründe bleiben unklar: Walter Ayala

Lima. Perus Verteidigungsminister Walter Ayala hat nach öffentlichen Beschuldigungen wegen Begünstigung sein Amt als Verteidigungsminister niedergelegt. Zuvor hatte der ehemalige Oberbefehlshaber José Vizcarra öffentlich angeprangert, er sei von der Exekutive unter Druck gesetzt worden, zwei Militärs auf unregelmäßige Weise zu befördern.

Laut Vizcarra hatten der Verteidigungsminister sowie der Generalsekretär des Präsidentenbüros wiederholt zwei Kandidaten zur Beförderung vorgeschlagen. Er hatte sich geweigert, da "es unmöglich ist, weil sie (die Oberste) mit den Noten, die diese beiden Leute hatten, die Kandidaten, die vor ihnen waren, nicht übertreffen konnten".

Am 4. November wurden neben Generalmajor José Vizcarra auch der General der Luftwaffe, General Jorge Chaparro Pinto, in den Ruhestand versetzt. Vizcarra sieht eine Verbindung zwischen seiner Weigerung, den Empfohlenen den Dienstgrad zu verleihen und der Entlassung. Indirekt macht Vizcarra auch den peruanischen Präsidenten Pedro Castillo mitverantwortlich. Er habe ihm die Situation um die irregulären Beförderungsempfehlungen mitgeteilt und von Castillo Rückendeckung bekommen, erfuhr dann aber durch die offizielle Bekanntmachung in der Zeitung El Perunao von seiner Absetzung.

Der Rücktritt reiht sich in eine Situation politischer Instabilität ein. In den 100 Tagen der Regierungszeit Castillos, gab es zwei Kabinettsumbildungen und 11 Ministerwechsel. Die Regierungspartei ist seit der letzten Umbildung gespalten.

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