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Mexiko erwägt Klage in den USA nach Tod von Alanís García bei Polizeieinsatz

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Durch Sora-KI generiertes Bild. Basierend auf Fotos der Razzien auf Farmen im Ventura County, Kalifornien, am 10. Juli
Durch Sora-KI generiertes Bild. Basierend auf Fotos der Razzien auf Farmen im Ventura County, Kalifornien, am 10. Juli

Mexiko-Stadt. Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum hat in einer ihrer morgendlichen Pressekonferenzen über eine mögliche Anzeige in den USA wegen des Todesfalls des mexikanischen Einwanderers Alanís García in Kalifornien gesprochen. Der 56-jährige stürzte von einem neun Meter hohen Dach eines Gewächshauses, als er vor der US-Einwanderungs- und Zollbehörde ICE floh. García starb zwei Tage später im Krankenhaus an den schweren Verletzungen durch den Sturz.

Der Vorfall ereignete sich bei einer der bislang größten dokumentierten Razzien während der Regierungszeit von Donald Trump. Der Einsatz fand auf dem Gelände von Glass Haus Farms statt, einem legalen Unternehmen für den Anbau von Cannabis und Gemüse im Süden Kaliforniens.

Präsidentin Claudia Sheinbaum erklärte: "Wir unterstützen die Familie und prüfen die Möglichkeit, in den USA eine Anzeige zu erstatten. Das ist inakzeptabel." Sie ergänzte: "Ein weiterer Fall wie dieser darf sich nicht wiederholen. Es ist sehr bedauerlich, dass so etwas passiert. Unsere volle Solidarität und Unterstützung gilt der Familie."

Die mexikanische Regierung bestätigte über das Außenministerium (SRE) die Identität und den Tod des mexikanischen Staatbürgers. In einer offiziellen Erklärung sprach das mexikanische Konsulat in Oxnard den Angehörigen sein Beileid aus und kündigte juristische Unterstützung über das Programm für externe Rechtsberatung (PALE) sowie die Rückführung des Leichnams an.

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Der Fall rief auch starke Reaktionen von Organisationen zum Schutz von Migrant:innen und Arbeiter:innen hervor. Besonders die Gewerkschaft United Farm Workers (UFW) kritisierte die Razzia: "Solch gewaltsames und grausames Vorgehen der Bundesbehörden terrorisiert Gemeinden, stört die Lebensmittelversorgungskette der USA, gefährdet Leben und trennt Familien."

Das Heimatschutzministerium erklärte über die Sprecherin für öffentliche Angelegenheiten, Tricia McLaughlin, dass Alanís "weder in Gewahrsam war noch sich in Gewahrsam befand" und dass er "nicht verfolgt wurde, aber dennoch auf das Gewächshausdach geklettert ist". Auch ICE-Direktor Tom Homan betonte, dass Alanís "nicht in Gewahrsam war", nannte den Todesfall "bedauerlich" und erklärte, die Einsatzkräfte hätten "ihre Arbeit gemacht".

Das Unternehmen Glass Haus Farms bestätigte, dass die Offizier:innen über gültige Haftbefehle verfügten und kündigte rechtliche Unterstützung für die festgenommenen Mitarbeitenden an.

Die Familie von Alanís äußerte sich über seine Nichte Yesenia Durán: "Jaime war ein unschuldiger, fleißiger Landarbeiter, ein Versorger und Mensch, der Würde verdiente. Sein Tod ist kein Einzelschicksal."