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Mexiko: Der China-Botschafter wirft den USA eine Politik des "Kalten Kriegs" vor

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US-Präsident Trump bei einer Presseankündigung im Weißen Haus (Screenshot). Strafzölle nutzt er häufig als Druckmittel, um andere Länder auf Linie der USA zu bringen
US-Präsident Trump bei einer Presseankündigung im Weißen Haus (Screenshot). Strafzölle nutzt er häufig als Druckmittel, um andere Länder auf Linie der USA zu bringen

Mexiko-Stadt. Äußerungen des US-Botschafters Ronald Johnson und eine angekündigte Erhebung von Strafzöllen durch US-Präsident Donald Trump haben am vergangenen Wochenende diplomatische Reaktionen aus China und Mexiko ausgelöst.

Mit ungewöhnlicher Schärfe hat die chinesische Botschaft in Mexiko auf Aussagen von Johnson reagiert. In einer Pressemitteilung vom 14. Juli kritisierte die chinesische Vertretung seine Forderung, dass sich Mexiko der wirtschaftlichen Expansion Chinas entgegenstellen und stattdessen enger mit den USA zusammenarbeiten solle. Die Botschaft sprach von einer "Politik des Kalten Krieges" und warf Washington vor, "mit ideologischem Vorurteil und hegemonialem Denken" bilaterale Beziehungen zu stören. Die Kooperation mit China sei "offen, transparent und legal", während die USA versuchten, "die Zusammenarbeit zu behindern und China zu verleumden".

Im Fokus der chinesischen Reaktion stand Johnsons wiederholte Warnung, China könne seinen wachsenden Einfluss in Mexiko nutzen, um strategische Interessen zu unterwandern. Er hatte Mexiko aufgefordert, sich "der Herausforderung durch China zu stellen" und die wirtschaftliche Nähe zu Peking zu überdenken. Die chinesische Botschaft betonte, Mexiko sei ein "unabhängiges Land", dessen Beziehungen nicht durch "externe Einmischung" definiert werden sollten.

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Gleichzeitig reagierte die mexikanische Regierung am Wochenende auf die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, Strafzölle in Höhe von 30 Prozent auf sämtliche Importe aus Mexiko zu erheben. Trump hatte die Maßnahme nach seiner Wiederwahl offiziell verkündet und begründete sie mit angeblicher Untätigkeit Mexikos im Kampf gegen Drogenhandel und Migration. Die neuen Zölle sollen noch im Laufe dieses Jahres in Kraft treten und würden einen Großteil der mexikanischen Exportwirtschaft empfindlich treffen.

Trump warf der Regierung von Präsidentin Sheinbaum vor, nicht ausreichend gegen die Kartelle vorzugehen und an der Grenze nicht entschieden genug einzugreifen. Die Ankündigung ist Teil einer Serie migrations- und sicherheitspolitischer Spannungen, die das Verhältnis beider Länder bereits in den vergangenen Monaten belastet haben. Beobachter:innen sehen die Maßnahme nicht nur als wirtschaftlichen, sondern auch als politischen Druckversuch, Mexiko stärker an die sicherheitspolitischen Interessen Washingtons zu binden.

Präsidentin Claudia Sheinbaum erklärte, Mexikos Souveränität sei nicht verhandelbar. Sie betonte, man werde mit Besonnenheit und Entschlossenheit verhandeln, um eine Eskalation zu vermeiden. Zugleich versicherte Sheinbaum, dass bereits ein Verhandlungsteam in Washington aktiv sei, um eine einvernehmliche Lösung zu finden. Ziel sei es, ein Abkommen zu erzielen, das den Produzent:innen, Exporteur:innen und der Wirtschaft insgesamt Stabilität garantiert.