Tapalpa. Mexikanische Sicherheitskräfte haben den Anführer des Kartells Jalisco Nueva Generación (CJNG), Nemesio Oseguera Cervantes alias "El Mencho", getötet. Dies geschah im Rahmen einer Militäroperation am Samstagnachmittag (Ortszeit) in Tapalpa im Bundesstaat Jalisco.
Nach Angaben des Verteidigungsministeriums planten Spezialeinheiten der Armee den Einsatz auf Grundlage von Ermittlungen des Militärgeheimdienstes, des Nationalen Geheimdienstes und der Sonderstaatsanwaltschaft für organisierte Kriminalität. Auch die Luftwaffe und die Nationalgarde beteiligten sich. Während der Operation kam es zu bewaffneten Auseinandersetzungen.
Vier mutmaßliche Kartellmitglieder starben vor Ort, drei weitere auf dem Transport nach Mexiko-Stadt, unter ihnen der 59-jährige Oseguera Cervantes. Sicherheitskräfte nahmen zwei weitere Verdächtige fest. Drei Soldaten erlitten Verletzungen. Die Behörden beschlagnahmten unter anderem Raketenwerfer und gepanzerte Fahrzeuge.
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Das Ministerium bestätigte, dass auch Informationen von Behörden der Vereinigten Staaten zur Verfügung standen. Die USA hatten 15 Millionen US-Dollar Belohnung auf "El Mencho" ausgesetzt.
Die Tötung löste in Jalisco und weiteren Bundesstaaten Unruhen aus. Mutmaßliche Bandenmitglieder zündeten Fahrzeuge und Geschäfte an und blockierten Straßen. In mehreren Regionen lieferten sich Mitglieder des organisierten Verbrechens Schusswechsel mit den Sicherheitskräften. Die Regierung rief einen Código Rojo aus und forderte die Bevölkerung auf, sich möglichst nicht im Freien aufzuhalten.

