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01.10.2010 Ecuador / Militär / Politik

Protest gegen Ecuador-Putsch in Deutschland und Schweiz

Berlin/Bern. Nicht nur in Lateinamerika, sondern auch im deutschsprachigen Raum hat sich unmittelbar nach Bekanntwerden des Putschversuches in Ecuador Protest geregt. In einer Erklärung, die amerika21 vorliegt, verurteilt der venezolanische Botschafter in der Schweiz, César Méndez González, den Umsturzversuch. Der Angriff auf die Regierung von Präsident Rafael Correa "steht im Interesse einer kleinen Minderheit". Die Völker Lateinamerikas kämpften heute für den politischen, wirtschaftlichen, technologischen und sozialen Fortschritt, schreibt der Diplomat: "Und in diesem Kampf gibt es keinen Weg zurück."

Auch die Solidaritätsorganisation Circulos Bolivarianos de Alemania sprach sich in einer per E-Mail verbreiteten Erklärung entschieden gegen den Putsch und die "Entführung des Präsidenten durch Putschisten" aus. Correa befand sich nach letzten Informationen in einem Militärkrankenhaus unter Kontrolle der Aufständischen.

Indes bestätigte der ehemalige Präsident und Militär Lucio Gutiérrez die These, dass er hinter dem Putschversch steht. Der US-nahe Politiker forderte die Auflösung des Parlamentes und Neuwahlen. Dies, so Gutiérrez, sei "die einzige Lösung der Krise".

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