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15.10.2010 Kuba / USA / Menschenrechte / Politik

Amnesty will faires Verfahren für "Cuban Five"

Washington. Die US-amerikanische Sektion der Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat in einem Bericht (hier die Übersetzung) die Fairness im Prozess gegen fünf in den USA inhaftierte Kubaner in Zweifel gezogen. In der am Mittwoch in Washington veröffentlichten Erklärung ruft Amnesty International die US-Regierung dazu auf, "den Fall erneut zu prüfen und jegliche Ungerechtigkeit durch einen Gnadenerlass abzumildern". In einem Brief an US-Justizminister Eric Holder hatte die Organisation nach eigenen Angaben zuvor die Wahl von Miami als Ort der Verhandlung gegen die als "Cuban Five" bekannten Männer. "Angesichts der überwiegenden Feindseligkeit gegenüber der kubanischen Regierung in dieser Region sowie deren Medienberichterstattung und anderer Ereignisse vor und während der Verhandlung" sei es unmöglich gewesen, eine faire Verhandlung sicherzustellen.

Die "Cuban Five" wurden Ende der 1990er Jahre festgenommen, als sie gewaltbereite Gruppen des kubanischen Exils in den USA überwachten. 2001 wurden sie zu Haftstrafen bis hin zu lebenslänglichem Freiheitsentzug verurteilt. Kuba bezeichnet die Männer als politische Gefangene und fordert seit Jahren ihre Freilassung.

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