Solidarität mit Kuba auf Deutschlands höchstem Berg

Acht Aktivisten hissten auf Zugspitze ein Banner gegen US-Blockade. Aktion zum Jahrestag des Angriffs auf die Moncadakaserne. Schon 2013 gab es dort ähnliche Kundgebung

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Solidarität mit Kuba auf dem Gipfel der Zugspitze
Solidarität mit Kuba auf dem Gipfel der Zugspitze

Garmisch-Partenkirchen/Berlin/Havanna. Acht Aktivisten haben am Samstag auf dem Gipfel der Zugspitze zur Solidarität mit Kuba aufgerufen. Nach einem achtstündigen Aufstieg hissten die Aktivisten auf 2.962 Meter Höhe ein Banner mit der Aufschrift "Hands Off Cuba!" und die kubanische Flagge. Laut Pressemitteilung nahmen die Bergsteiger auf dem Gipfel Kontakt nach Kuba auf und sprachen mit Rigoberto Zarza, dem Europaverantwortlichen des Kubanischen Instituts für Völkerfreundschaft. Damit sandten sie einen Tag vor dem kubanischen Nationalfeiertag am 26. Juli einen symbolischen Gruß nach Kuba.

Laut der Pressemitteilung werden am heutigen Sonntag in Österreich und Deutschland weitere ähnliche Aktionen erwartet. Die Aktivisten wollen mit der Aktion gegen den "Wirtschaftskrieg" gegen Kuba demonstrieren. Das sozialistische Land ist seit über 65 Jahren von einer Blockadepolitik durch die USA betroffen, die seit Jahresbeginn extrem verschärft wurde. Seit Anfang Januar erreichte nur ein einziger Tanker mit Erdöl die Insel. Alle Wirtschaftsbereiche des Landes sind von den Sanktionen betroffen, die in den vergangenen Tagen nochmals verschärft wurden (amerika21 berichtete).

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Verschiedene Solidaritätsgruppen unterstützten die Aktion
Verschiedene Solidaritätsgruppen unterstützten die Aktion

Die Aktivisten, die von verschiedenen Solidaritätsorganisationen unterstützt wurden, waren größtenteils im Rahmen des Solidaritätsprojektes Tamara Bunke für einen längeren Zeitraum in Kuba gewesen. Dieses Solidaritätsprojekt wurde im Sommer 2013 initiiert und dient im kulturellen Bereich dem Austausch zwischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen Kuba und Deutschland.

Am heutigen Sonntag feiert Kuba den 73. Jahrestag des Angriffs auf die Moncadakaserne während der Diktatur von Fulgencio Batista am 26. Juli 1953. Auch wenn der Angriff damals scheiterte, gilt das Datum als Beginn des bewaffneten Kampfes gegen den von den USA gestützten Diktator, der am 1. Januar 1959 mit dem Sieg der Revolutionäre um Fidel Castro endete. Am Wochenende sind verschiedene Gedenkfeiern und kulturelle Aktivitäten geplant. Nach einer Mitteilung des Ministeriums für Arbeit und soziale Sicherheit sind die Tage vom 24. bis zum 26. Juli für Arbeiter in nicht existenziellen Wirtschaftsbereichen arbeitsfrei.

Bereits vor 13 Jahren, am 12. September 2013, fand auf dem Gipfel der Zugspitze eine erste Aktion mit Bezug zu Kuba statt. Aktivisten aus Deutschland und Österreich machten damals auf die Haft der Cuban Five öffentlich, fünf Kubaner, die ultrarechte kubanische Exilgruppen in Miama infiltriert und die Sicherheitsbehörden über geplante Anschläge informiert hatten. Seit 1998 saßen die fünf in den USA in Haft, 2014 konnten die letzten nach Kuba zurückkehren.